Kleine Mahlzeiten über den Tag? Qi Gong Yangsheng
Aug 13

kirschenDie Kirsche Prunus avium L.
Schon unsere Großeltern wussten um die Heilkraft der Kirsche. In der Erntezeit wurde eine gehörige Portion von ihnen zu Saft gepresst und auf Flaschen gezogen. Bei Grippe oder anderen fiebrigen Erkrankungen verabreichte man dem Betroffenen diese Naturmedizin zur Erfrischung und um das Fieber zu senken.


Wieso und woher? Kirschen gehören eigentlich zur Familie der Pflaumengewächse. Die echte Süßkirsche in wilder Form ist zu unzähligen, köstlichen Arten gezüchtet worden. Man denke nur an die Herzkirsche oder Maikirsche. Sie werden zwischen Mai und Juli geerntet. Wahrscheinlich stammen Kirschen aus Kleinasien. Der berühmte Feinschmecker Lukull hat sie, der Überlieferung nach, in Rom und damit nach Europa eingeführt. Seither gehört sie zu den wohlschmeckendsten und schönsten Früchten überhaupt. Die Entscheidung für die eine oder andere, für süß oder lieber sauer, ist reine Geschmackssache. Die Palette der süßen Pracht reicht von groß, prall und tiefem Dunkel, fast schwarz, bis hin zu ganz hellem, leuchtendem Rot. Genauso unterschiedlich ist das Fruchtfleisch gefärbt. Das kann blutrot sein, fast weiß oder durchscheinend hell. Es gibt davon ganz knackige Sorten, aber auch weichfleischige von mildem Geschmack. Die berühmteste Sauerkirsche ist wohl die Schattenmorelle. Sie ist rubinrot und hat einen viel stärkeren Säuregehalt als ihre süße Schwester. Aber auch andere Sauer-Sorten finden zunehmend begeisterte Anhänger. Diese sind zumeist hellrot bis blassrot gefärbt und werden bevorzugt zu Kompott oder Kuchenbelägen verarbeitet.

Die Heilkraft

  • Die Kirsche selbst, besonders aber ihr Stängel, gilt als wirkungsvolles Mittel, um Fieber zu senken
  • Die Frucht wird als leichtes Abführmittel eingesetzt
  • Rinde, Stängel und Frucht sind ein wirkungsvolles Mittel gegen Bronchitis
  • Die Blätter haben ähnliche Heilkraft wie Stängel und Rinde

Achtung – Wichtig
Sollen die Kirschen, besonders aber ihre Stängel, als Heilmittel Verwendung finden, so ist streng darauf zu achten, dass die Zucht ohne chemische Einwirkung, wie künstliche Düngung und Insektenvertilgungsmittel, erfolgt.

Inhaltsstoffe

  • Fruchtzucker, der auch gut von Diabetikern vertragen wird
  • Karotin, das der Frucht seine Farbe verdankt. Es tut den Augen gut und ist eine Vorstufe des Vitamin A
  • Eine ganze Fülle diverser Vitamine, wie Vitamin C
  • Mineralstoffe und Spurenelemente

Kirschen in der Küche
Wer schätzt nicht das ganz gewöhnliche Kirschkompott? Aber auch zu Fleischgerichten, besonders zu Wild, und auch in Verbindung mit Soja kann interessant süß mit deftig kombiniert werden.
Unentbehrlich sind Kirschen in der professionellen oder häuslichen Konditorei. Da reicht der Einsatz von Kirschstreuselkuchen über Kirschtorte mit Sahne bis hin zu Waffeln mit heißen Kirschen und Vanillesoße.

Zubereitung und Anwendung
Frischsaft: Dafür werden die Früchte zentrifugiert. Eignet sich gut zur Kuranwendung über mehrere Wochen.
Aufguss: Eine Hand voll frischer Blätter werden in 1 l Wasser erhitzt (nicht kochen), 5 Minuten ziehen lassen, durchsieben. Davon täglich 3 Tassen trinken. Wirkt blutreinigend, harntreibend und regt die Lebertätigkeit an.
Absud: 1 Hand voll Blätter, Stängel und Rindenstücke werden in 1 l Wasser zum Sieden gebracht. Gleich vom Feuer nehmen, durchsieben. Ist für die äußerliche Anwendung geeignet und hilft gegen Hauterkrankungen.

Autorin: Hidelgard Kita
Kräuterfrau

Buchtipps zu diesem Artikel:
Dr. Küche und Dr. Gaten


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