Schutzstoffe gegen Krebs Frühlingsgefühle
Mai 10

Bereits der Anblick dieser violett-schwarzen Frucht verheißt Gaumenfreuden. Der prachtvolle Glanz läßt die Aubergine förmlich im Gemüseregal erstrahlen, was ein wenig über den mangelnden Eigengeschmack hinwegtäuscht. Doch dieser Mangel ist durchaus kein Nachteil, denn dadurch kann die Aubergine so vielfältig kombiniert werden wie kaum ein anderes Gemüse. Sie erfreut sich auch hierzulande einer steigenden Beliebtheit, besonders, da auch die mediterrane Küche bei uns zunehmend beliebter wird.

Die Aubergine wird auch Eierfrucht oder Eierpflaume genannt und zählt zu den Fruchtgemüsen.

Es gibt eine große Vielfalt an Formen, die länglich, kugelig, eiförmig oder keulenförmig, klein wie ein Apfel oder bis zu einem Meter lang sein können.


Die Aubergine stammt ursprünglich aus dem tropischen Hinterindien, China und Ägypten und kam wahrscheinlich durch arabische oder portugiesische Seefahrer im 13. Jahrhundert nach Europa.
Die Aubergine liebt warmes Klima, braucht viel Wasser und ist heute rund um das Mittelmeer beheimatet.

Als Nachtschattengewächs ist sie direkt mit Tomaten, Kartoffeln und Paprika verwandt.

Während es in Asien auch gelbe, grünliche oder orangefarbene Auberginen gibt, hat sich in Deutschland die dunkelviolette Sorte ihren festen Platz erobert. Das weiße Fruchtfleisch kann gelegentlich einen etwas bitteren Geschmack haben. Auf jeden Fall ist es leicht verdaulich.

So werden Auberginen zubereitet
Auberginen sollen nicht roh gegessen werden. Sie können gedünstet, gekocht, gebraten, gegrillt oder frittiert werden und passen zu allen anderen Gemüsesorten im Eintopf oder Auflauf, zu Käse oder Fisch. Die ausgehöhlten Fruchthälften können mit Sojahack-fleisch, Reis, Käse oder Champignons gefüllt und im Backofen, auch in Alufolie gegart werden.

Ein wichtiger Tip:
Auberginen nehmen beim Braten so viel Öl auf, wie man ihnen „anbietet“. Deshalb ist es ratsam, sie mit einem Pinsel mit Olivenöl nur dünn einzustreichen, kurz von beiden Seiten anzubraten und auf kleinster Flamme weiterzubraten.

Diese Gewürze passen zu Auberginen
Hervorragend passen die Kräuter der Provence, aber auch Rosmarin, Basilikum und Oregano.
Knoblauch, Zwiebeln, Pfeffer, Paprika oder Chili gehören unbedingt hinein in ein exotisches Gericht mit Auberginen. Aber sogar unser guter Dill, Petersilie und Kapern vertragen sich mit Auberginen. Genauso wie alle indischen Gewürze.


Reife und frische Auberginen
Sie sind stark glänzend und geben auf vorsichtigen Druck etwas nach oder gehen gerade in ein matteres Aussehen über. Man achte darauf, daß die Früchte keine Druckstellen haben, denn diese sind ein Zeichen dafür, daß die Ware nicht mehr frisch ist. Lange Lagerzeiten schaden dem Genuß. Ist das Innere erst braun und schwammig, dann kann man sich das Kochen sparen, denn diese Früchte sind nicht mehr genießbar.
Gelagert werden Auberginen nie an der Seite von Tomaten, Bananen, Äpfeln, Zitrusfrüchten oder anderen nachreifenden Gemüsen – das bekommt ihnen nicht.

Der gesundheitliche Wert der Auberginen
Auberginen sind mit ca. 17 kcal je 100 g äußerst kalorienarm und eignen sich hervorragend für die „schlanke Küche“, wenn man sparsam mit dem Bratöl umgeht. Sie enthalten selbst kaum Fett, kein Cholesterin, dafür aber fast 93% Wasser.  Neben verdauungs-anregenden Ballaststoffen, nervenstärkenden B-Vitaminen, krampflösendem Magnesium und Vitamin C sind noch Kalium, Niacin und pflanzliche Eiweiße enthalten. Die Inhaltsstoffe wirken blutbildend, entzündungshemmend, entwässernd, verdauungsfördernd und stoffwechselanregend auf Leber und Galle. Zu einer fetten, cholesterinreichen Mahlzeit sollten unbedingt Auberginen serviert werden, denn bestimmte Stoffe binden Cholesterin im Darm, das dann auf natürlichem Wege ausgeschieden wird, dies kann u.a. einer Arteriosklerose vorbeugen.

Auberginen in der Naturheilkunde
Schon seit  einigen hundert Jahren werden der Aubergine vielfältige gesunde Eigenschaften zugeschrieben. Sie wirkt heilend bei Ischias und Nierenleiden. In Nigeria wird sie zur Empfängnisverhütung eingesetzt (nicht nachmachen!), gegen Rheuma, Epilepsie und Krämpfe. Die traditionelle koreanische Medizin nutzt einen Trockenextrakt bei Hexenschuß, Schmerzen, Magenschleimhaut-entzündung und Magengeschwüren, sowie bei Verbrennungen.

Nur Mut. Experimentieren Sie einmal mit diesem exotischen Gemüse. Es schmeckt nicht nur in Ratatouille.
Zugegeben – es ist etwas gewöhnungsbedürftig. Nach der (vorsichtigen) Phase des Kennenlernens allerdings wird es Ihnen ans Herz wachsen.

Sie werden es erleben und – erschmecken

Autorin: Ingrid Schlieske

Buchtipps zu diesem Artikel:
Kochbuch zur Trennkost
Soja, Tofu und Co


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