Gegrillte / gebratene Tomaten mit Mozzarella Gebratener Schafskäse
Nov 24

Aus der Krönung einer festlichen Mahlzeit ist ein gefährlicher Gesundheitskiller geworden

Die größte Verführerin in unserer Gesellschaft ist eindeutig die Werbeindustrie
Weil wir täglich durch flotte Werbesprüche auf Anzeigen, im Radio und Fernsehen eingehämmert bekommen, wie gesund die süßen Produkte unserer Wirtschaft seien, glauben wir das am Ende. Viel schlimmer noch ist, daß die Kinder in der festen Überzeugung aufwachsen, ohne ein knackiges Knusperfrühstück könne ein Powertag gar nicht beginnen.

Schokolade aufs Brot?
Da mußte nicht erst Boris Becker kommen, um unseren Kleinen den Schokoladenaufstrich schmackhaft zu machen. Im Teenageralter setzt sich leicht fort, was eindringlich anerzogen wurde. Als Erwachsener dann,kann der bereits „süchtige“ Mensch kaum die Hände von den süßen Verführern lassen. Der vielgepriesene Schokoaufstrich aber besteht zu einem großen Anteil aus wertlosem Fett und sehr viel Zucker.

Cornflakes & Co
Wie gesund ist ein solches Frühstück wirklich? Jedenfalls ist es knackig und löst damit die Lust auf knuspriges Zermalmen aus. Der süße Anteil programmiert Appetit auf weiteren Kohlenhydratkonsum den Tag über. Dabei ist es fraglich, ob die Milch, mit der es zubereitet wird, von größeren Kindern überhaupt genutzt werden kann, da nur Kleinkinder über ein Enzym verfügen, mit dessen Hilfe Milch verdaut werden kann. Durch intensive Verarbeitung ist sie allemal völlig de-naturiert. Der Honig, mit dem angeblich gesüßt ist, hat durch entsprechende Verarbeitung seine Wertstoffe längst verloren. Ähnlich verhält es sich mit dem Getreideanteil.

Milchschnitten und andere Kindersüßigkeiten
Angeblich nützliche Inhaltsstoffe werden mit Sicherheit durch den immensen Zuckeranteil entwertet. Der Milchanteil ist in dieser verarbeiteten Form kein Vorteil. Den Eltern wird weisgemacht, daß hier eine „wertvolle Zwischenmahlzeit“ angeboten wird.

Knusperriegel
Süß und knackig. Bei der Zubereitung wird kaum auf Inhaltsstoffe, sondern vielmehr auf Lust-Auslösung geachtet. Kinder gewöhnen sich daran, diese zu verzehren und verlangen danach.

Joghurt-Varianten
Sie füllen …zig Regalmeter in den Supermärkten. Die Werbung verkauft den Begriff Joghurt wie ein Zauberwort. Und die Verbraucher glauben, daß sie mit den vielen, kleinen Plastikbechern der Gesundheit ihrer Kinder nützlich sind. In Wahrheit ist von „Natur“ nur noch wenig übriggeblieben. Sogar die sogenannten Frühstücke und angepriesenen Zwischenmahlzeiten sind oftmals Puddings, Cremes, Milchreis, Griesbrei und, und, und. Die Produzenten übertreffen einander im Kreieren von immer neuen Schlemmereien. Es ist aber auch zu verlockend, einfach einen Becher zu öffnen und den sahnigen, schmelzenden Inhalt in sich hinein zu löffeln. Wer fragt da schon nach Nährwert oder Nutzen für die Gesundheit?

Kuchen und Stückchen
Diese holt man sich mal eben vom Bäcker. Zum Frühstück, zum Kaffee, oder zwischendurch. Wieder nimmt man denaturiertes Mehl, Süßes und minderwertiges Fett in viel zu großen Mengen zu sich.

Kindertee
Im Babyalter bereits beginnt Ernährungserziehung. Mit süßem Tee wird der süße Geschmack schon programmiert. Babys aber trinken auch einfaches Wasser und ungesüßten Tee, wenn sie das von Anbeginn gewohnt sind.

So war das bei unseren Großeltern
Pudding gab es am Sonntag als Dessert nach dem Mittagessen. Sonst nie!
Schokolade war eine seltene Kostbarkeit, von der nur gelegentlich ein einziges Stückchen abgebrochen wurde. Das ließ man sich dann genußvoll, ganz langsam auf der Zunge zergehen.
Quark wurde manchmal aus dicker Milch gemacht und zu Kartoffeln gegessen.
Kuchen gab es nur an Sonn- und Feiertagen. Und es wurde nur ein einziges Stück Torte oder zwei kleine Stückchen trockener Kuchen oder Blechkuchen zugeteilt.
Statt Joghurt gab es dicke Milch. Mit Früchten bereitete unsere Oma daraus ein köstliches Dessert.
Süßes gab es nur selten. Und immer war es die Krönung einer festlichen Mahlzeit oder einer besonderen Gelegenheit.

In meinen Ernährungsseminaren, die ich nach dem Trennkost-Konzept der Schule für Fitneß und Ernährung durchführe, zeigt sich als größtes Problem die Lust, ja, ich möchte behaupten die „Sucht“ auf Süßes. Diese Sucht wird dann mit meiner Hilfe langfristig mühsam umprogrammiert.

Süßigkeiten, Kuchen, Teigwaren sind heutzutage unversehens zur Nahrungsquelle Nr. 1 geworden. Ich sage bewußt nicht Lebensmittel. Denn mit Leben hat das nichts zu tun. Hier aber ist der Grund für die meisten der heutigen Zivilisationskrankheiten zu finden.

Zu viele denaturierte Kohlenhydrate

  • übersäuern den Körper
  • machen müde
  • lassen Gefäße brüchig werden
  • führen zu Übergewicht
  • tragen zu negativer Stimmung bei
  • schädigen den Darm
  • überfordern die Bauchspeicheldrüse
  • behindern den Gallenfluß
  • besitzen kaum wertvolle Nährstoffe

Diese Kohlenhydrate haben keinen gesundheitlichen Nutzen. Sie dienen lediglich der Lust und dem Vergnügen.

Unser Körper ist unser Instrument

Nur dann, wenn er optimal funktioniert, haben wir eine gute Lebensqualität, sind wir gesund und vital.

Kinder brauchen leckere Alternativen

  • Geschnittenes, rohes Gemüse
  • Obstsalat
  • Geschnittenes Obst
  • Rosinen, anderes Trockenobst (ungezuckert)
  • Salate, so oft wie möglich
  • Gemüse zu den meisten Mahlzeiten
  • Eis aus Fruchtmus und Joghurt
  • Wassereis aus gefrorenen Säften
  • Nüsse haben wertvolle Nährstoffe, leider auch viele Kalorien

Wer schon früh gewohnt ist, solche „Leckereien“ als Selbstverständnis zu kennen, ist weitgehend gefeit gegen „süße Verführungen“.

Gewohnheiten kann man sich auch ab-gewöhnen.
Dann eben, wenn man dem alten Muster ein neues Programm entgegensetzt. Dieses muß häufig genug wiederholt werden, soll es sich manifestieren. Meine Seminarteilnehmer/innen bestätigen mir das immer wieder. Und urplötzlich ist der „Jap“ auf bestimmte Genüsse verschwunden. Genau wie ein Motor den „richtigen Kraftstoff“ für langlebiges Funktionieren benötigt, ist auch der menschliche Körper dringend darauf angewiesen, richtig ernährt zu werden.

Es ist an der Zeit zu erkennen, daß Desserts keine Hauptmahlzeiten sind.
Desserts sollen wieder ein seltenes Vergnügen sein, das dann mit großem Appetit genossen werden darf. Werden Desserts statt dessen in großen Mengen konsumiert, schaden sie der Gesundheit.
Spätfolgen nennt man die Jahre später auftretenden, gesundheitlichen Schäden.

Überprüfen Sie einmal Ihre eigenen Gewohnheiten. Gehören Sie auch zu den Verbrauchern, die „den kleinen Hunger zwischendurch“ aus dem Plastikbecher stillen? Bestellen Sie mal eben was aus der Bäckerei? Gibt es öfter Pizza und Nudeln statt Gemüse und Salat? Greifen Sie gewohnheitsmäßig zu Schokolade & Co? Vielleicht, weil Frust und Streß ein bißchen Trost erfordern?
Dann, ja dann wird es höchste Zeit, die Ernährungslage zu überdenken und sich neu zu programmieren.

Wer ein gesunder, vitaler und lebensfroher Mensch werden und bleiben will, braucht dringend und regelmäßig den richtigen „Kraftstoff“ für seinen Körper.

Desserts gehören nicht dazu!

Artikel: Bioline-Magazin (Eva Meininger)


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