Keine Zeit für Sport Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
Mrz 10

Der Spinat
„Grün, grün, grün sind alle meine Kleider, grün, grün, grün ist alles was ich mag…“ Erinnern Sie sich noch an das alte Kinderlied? Spinat war damit allerdings wohl nicht gemeint, ich jedenfalls mochte ihn überhaupt nicht essen, und daran konnten auch die Geschichten vom starken Seemann Popeye nichts ändern. Wenn der zur Spinatdose griff, dann überkamen ihn nach dem Verzehr schier übermenschliche Kräfte – mir allerdings schwand schon beim Anblick der grünen Pampe auch das letzte bißchen Appetit.


Spinat hat Geschichte
Spinat wuchs ursprünglich in Persien und Arabien. Schon im 11. Jahrhundert kam er nach Europa, da er allerdings keinen hohen Sättigungswert hat, konnten ihm die schwer arbeitenden Menschen zunächst keine große Begeisterung entgegenbringen. Er geriet lange wieder in Vergessenheit, und erst in den letzten Jahren wird dieses zarte Gemüse immer beliebter. Dies ist besonders der italienischen Küche zu verdanken. Nobelköche schwärmen heutzutage von dem sanften Aroma und Ernährungswissenschaftler von den grünen Pflanzenfarbstoffen.
Mir schmeckt er übrigens heute auch, und das kommt besonders durch die neuen, feinen Rezeptvariationen, die unbedingt einmal nachgekocht werden sollten. Vielleicht wird das Zubereiten auch plötzlich von dem Liedchen begleitet: „Grün, grün, grün ist alles was ich mag.“

Zubereitung
Spinat ist oft recht sandig und muß deshalb sehr sorgfältig gewaschen werden.
Verarbeitet wird er möglichst erntefrisch, da er sonst sehr schnell sein Vitamin C verliert.
Die frischen, meist hauchdünnen Spinatblätter vertragen auch keine langen Garzeiten. Sie werden in gutem Öl oder Butterschmalz angedünstet oder kurz in 1/4 Tasse Wasser gegart. Dann können sie überbacken oder als Füllungen oder Beläge verwendet werden. Kombinieren läßt sich Spinat hervorragend mit Nudeln, Reis, Kartoffeln, Blätterteig, Käse und Eiern. Frisch püriert eignen sich die jungen Spinatblätter ausgezeichnet zum Färben von hausgemachten Nudeln.

Spinat-Salat
Übrigens: Junger Spinat schmeckt sehr gut roh, als Salat angemacht oder anderem Salat beigefügt.
Tip:
Wenn Sie Spinat roh essen möchten, dann kaufen sie ihn unbedingt beim Biobauern!
Spinat nimmt nämlich aus gedüngtem Boden Nitrate auf, die durch Verdauungsprozesse gesundheitsschädigend wirken können. Wegen dieser Stoffe sollte Spinat auch nicht mehr aufgewärmt werden.


Spinat braucht Partner
Um die im Spinat enthaltene Oxalsäure zu binden, sollten magenempfindliche Menschen ihn mit Sahne anrichten. Eine weitere gute Kombination ist auch Spinat mit Ei. Nur wenn die Oxalsäure gebunden ist, kann der Körper das Kalzium aus dem Spinat optimal aufnehmen.

Diese Gewürze und Kräuter passen zum Spinat
Schalotten, Knoblauch, Petersilie, Majoran, Curry, Muskatnuß, Rosmarin, Basilikum

Sooo gesund ist der Spinat
Spinat ist besonders reich an Inhaltsstoffen und daher kommt bestimmt auch die Aussage: „Spinat ersetzt die halbe Apotheke“. Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine (A, B, C, E, K) und Pflanzenfarbstoffe machen ihn zu einem gesunden Genuß.
Damit auch die fettlöslichen Stoffe vom Körper gut aufgenommen werden können, bereitet man Spinat immer mit Butter, Öl oder Sahne zu. Wie alle dunkelgrünen Gemüse wirkt Spinat krebsvorbeugend und sollte so oft wie möglich gegessen werden. Dieser Rat gilt insbesondere für Raucher.
Mit nur 15 kcal pro 100 g ist Spinat sehr kalorienarm. Er wirkt verdauungsfördernd, cholesterinsenkend und blutstillend. Wird er mit Kräutern an Stelle von Salz zubereitet, wirkt er auch entwässernd.
Wie man sieht – ein äußerst wertvolles Gemüse!

Artikel: Bioline-Magazin (Ingrid Schlieske)


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