Du bist großartig! Der Darm ist die Wurzel der Gesundheit
Nov 22

Zu dem Trennkostbericht von meiner Seminarteilnehmerin Elisabeth Walther aus Hürth hier meine Sicht der Dinge.
Bereits im Beratungsgespräch bemerkte ich, dass Frau Walther die Seminarteilnahme ernst nahm. Sie vermittelte mir ganz klar ihre Ziele. Sie hatte erkannt, dass es so nicht mehr weitergehen konnte mit der Gesundheit, besser gesagt, was noch davon übrig war – und dem Übergewicht. Also startete sie hoch motiviert und freute sich so sehr an ihren gesundheitlichen Erfolgen mit einhergehender Gewichtsreduktion, dass es für mich als Seminarleiterin Freude pur war, sie zu begleiten.

Tja, und dann kam alles anders: Durch ernste familiäre Probleme und Sorgen fand sie die Zeit nicht mehr, um regelmäßig zu kommen. Okay, dachte ich bei mir, solche Phasen gibt es. Sie braucht jetzt diese Auszeit. Mit meinen regelmäßigen Anrufen saß ich ihr im Nacken – zwar liebevoll und verständnisvoll – aber ich war da. Und das war gut so. Immer wieder nämlich zögerte sie die weiterführende Seminarteilnahme hinaus. Ich spürte förmlich, wie der innere Schweinehund sich doch tatsächlich schon auf der Zielgeraden befand. Nein, so nicht! So leicht überlasse ich keine Seminarteilnehmerin diesem lästigen Kerl. Ich dachte mir schon Blasen ans Hirn, wie ich es schaffen könnte, dass sie aus Überzeugung wieder teilnehmen würde und startete noch einen letzten Versuch. In dem Gespräch erklärte ich ihr, dass die berühmt berüchtigten „Ja-Aber-Sätze“ nur die Legitimation für ein Hinwerfen des Seminars seien. Sie möge bitte ihren von ihr selbst verfassten Trennkost-Artikel vom November 2002 durchlesen und wieder anfangen, die Kassette „Ich denke mich schlank“ zu hören. Ich hatte mir vorgenommen, sie nach diesen endlosen Versuchen wieder auf Kurs zu bringen, ihre endgültige Entscheidung zu respektieren. Die Chancen standen 50 zu 50. Das war schon eine Nervenanspannung. Nun habe ich leider, genetisch bedingt, nicht viel an Geduld mitbekommen und es fiel mir ausgesprochen schwer, die Füße ruhig zu halten.
Ja, und dann geschah für mich das kleine Wunder. Das Telefon klingelte und meine Lady meldete mir ihre Wiederteilnahme. Geschafft! Gemeinsam haben wir den inneren Schweinehund zunächst besiegt und gemeinsam werden wir auch das Ziel wieder erreichen. Und dieses Mal für immer. Darauf will ich sorgfältig achten. Für mich persönlich war es ein ganz tolles Gefühl festzustellen, dass sich mein Einsatz wieder einmal gelohnt hat.

Charlotte Vianden
Ernährungsberaterin und Trennkost-Seminarleiterin, Frechen

Trennkost-Bericht von Seminarteilnehmerin Elisabeth Walther:

Der Rückfall – beinahe hätte er mich überholt
Einige der heutigen Leser werden sich noch erinnern an mein Trennkost-Tagebuch von November 2002. Ich beschrieb darin voller Elan und Freude alles, was passiert war und wie gut und fit ich mich durch meine Ernährungsumstellung fühlte. Für alle, die nicht wissen, wovon ich spreche, hier eine Kurzfassung. Ende 2001 hatte ich nach vielen sinnlosen Versuchen meinen Weg zu Gesundheit und Wohlbefinden mit Hilfe der Trennkost gefunden. Ich war Feuer und Flamme und es ist alles bestens gelaufen.

Die Pfunde schmolzen nur so dahin und mein Körperumfang nahm stetig ab. Proportional dazu steigerte sich mein Wohlbefinden Die gesundheitlichen Probleme wie Depressionen, Schmerzen und Steifheit in den Kniegelenken, Sodbrennen, Schlaflosigkeit, alles war fort und ich fühlte mich zum ersten Mal seit vielen Jahren wirklich fit und gesund. Der Dienstag mit meiner Trennkostgruppe wurde zu einem festen Bestandteil meines Lebens. Ich war hundertprozentig davon überzeugt, dass mich nichts und niemand von dem eingeschlagenen Weg abbringen könnte. Jetzt war ich doch sooo stark. Aber leider war das ein Irrtum. An einem Abend im November 2002 brach mein ganzes Leben in tausend Scherben. Nach einer informierenden und motivierenden Gesprächsrunde kam ich von meiner Trennkostgruppe heim und fand zu Hause nur Angst und Panik vor. Einer meiner Lieben befand sich in Lebensgefahr. Der Notarzt musste gerufen werden und von diesem Zeitpunkt an kämpfte ich nur noch mit Ärzten, Krankenhäusern und der Zeit. Und dann machte ich meinen gravierenden Fehler. Für alle und alles fand ich Möglichkeiten und Lösungen, nur nicht für mich und meinen Dienstagabend.

Ich vergaß völlig, dass auch die stärkste Batterie hin und wieder aufgeladen werden muss und jeder Motor seinen Treibstoff braucht Zu meiner Trennkostgruppe ging ich erst einmal auf Abstand. Ich hatte ja keine Zeit mehr. Ständig aber nahm ich mir vor, den eingeschlagenen Weg einzuhalten. Ich wollte mein Wohlbefinden und meine Kraft ja behalten und nicht wieder in die alten, krankmachenden Essgewohnheiten zurückfallen. Außerdem beherrschte ich in der Zwischenzeit ja auch das gesamte Ernährungswissen, das Frau Vianden mir beigebracht hatte. Aber Woche für Woche ließ ich ein bisschen mehr nach in meiner Achtsamkeit. Die alten Ernährunsgssünden schlichen sich wieder ganz langsam und stetig ein. Erst in Kleinigkeiten und dann auch in wesentlichen Prinzipien. Ich hatte ja keine Zeit! Keine Zeit, um ruhig und mit Sinn und Verstand zu essen, zu genießen oder einzukaufen, einmal eine Pause zu machen.


Alles war wieder wie früher, schnell, schnell zwischendurch

Außerdem, was machte das eine Mal schon aus…? Morgen würde ich ja wieder meine Trennkost durchführen. Morgen, ja morgen würde ich wieder weiter machen.
Die alten Ernährungsfehler machten es sich Stück für Stück wieder gemütlich in meinem Leben. Der innere Schweinehund gewann Tag für Tag mehr von seinem alten Gebiet zurück. Und aus der „kleinen Ausnahme“ wurden Tage, Wochen und nachher Monate, in denen ich wieder wild durcheinander aß. Mit jedem Pfund, das logischerweise wieder zurückkam, wurde ich müder und alle meine alten Bekannten (Beschwerden) holten mich wieder ein. Ich fand einfach nicht mehr zurück.

Seit Anfang 2004 bin ich mit Hilfe meiner Seminarleiterin, Frau Charlotte Vianden, die mich die ganze Zeit begleitet und nicht „in Ruhe“ gelassen hat, nun wieder auf dem Weg und weiß hundertprozentig, dass ich es diesmal für immer schaffen werde.
Frau Charlotte Vianden möchte ich auf diesem Weg recht herzlich danken. Ich glaube nicht, dass ich ohne sie wieder zurückgekommen wäre, denn ich hatte mich bereits aufgegeben.

Der Weg, den wir alle eingeschlagen haben, ist nicht gerade oder glatt und einfach, aber es lohnt sich, um das Ziel, das wir uns gesetzt haben, zu kämpfen

Aus heutiger Sicht kann ich meinen Trennkostmitstreitern nur sagen: Macht nicht den gleichen Fehler wie ich. Gleichgültig, wie „dick“ es kommt, nehmt euch den einen Abend pro Woche für euch. Ladet beim Gruppentreffen eure Batterien auf und versorgt euren Motor mit dem Kraftstoff der „Trennkost“.
In der Zwischenzeit liegt mein Trennkostbuch wieder neben der Fernsehzeitung und ich motiviere mich jeden Morgen mit der CD „So wirst du schlank für immer“.
In meinen Kopf habe ich wieder das Bild fest installiert, wie ich einmal aussehen möchte. Und meine Fettpolster schmelzen wieder wie gehabt. Mit jedem Tag, den ich schaffe, fühle ich, wie meine alte Kraft und Zuversicht wieder zurückkehrt.

Ich habe mir einen neuen Wahlspruch zu Eigen gemacht, den ich mir immer ins Gedächtnis rufe, wenn ich wieder einmal gestolpert bin.
Du kannst zwölf Mal fallen, aber du musst dreizehn mal wieder aufstehen. Gib nie, nie, nie auf. Das bist du dir wert!

Nach einer dunklen Zeit ist bei mir das Licht am Ende des Tunnels endlich wieder da

Artikel: Bioline-Magazin (Elisabeth Walther)


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