Das Salz der Erde Kreatives Denken heißt, Erfolgstraining zu praktizieren
Mrz 12

Nach meiner Beobachtung und Nachforschungsberichten erleben die meisten Menschen genau den Lebensabend, den sie erwarten
Ich lebe auf dem Lande. Hier bei uns in der Region gibt es kaum Altersheime. Und die wenigen Einrichtungen befinden sich in relativ kleinen Häusern mit nur wenigen Insassen. Aus meiner Bekanntschaft oder aus meinem Dorf wohnt niemand im Senioren-heim. Dafür tippeln bei uns 100-jährige noch vergnügt auf der Straße rum. Sie wohnen meistens bei ihren Familien. Ich kenne aber auch ältere Damen und Herren, die verwitwet, noch ganz alleine in ihrem Häuschen leben. Sie versorgen sich größtenteils selbst. Lediglich ein Verwandter oder die Nachbarn kommen gelegentlich vorbei, um Besorgungen zu machen oder da zu helfen, wo Ver-richtungen beschwerlich geworden sind.


Für sie alle wäre es ganz undenkbar, sich in einem Altersheim einzuquartieren und ihr gewohntes Umfeld zu verlassen. Mir sind selbstverständlich auch ganz andere Situationen bekannt. So weiß ich von einer Region im Taunus (Hessen). Dort ist es tatsächlich Tradition, daß die Alten in ihren letzten Lebensjahren zum Liegen kommen. Ja, genauso wird das genannt. Es wird für die Senioren in der Familie beizeiten ein Eckchen im Haus eingerichtet, in dem die Oma oder der Opa dann ihr Leben nur noch im Bett verbringen und wie selbstverständlich von ihrer Familie versorgt werden. Auf meine erstaunte Frage bekam ich jedes Mal die gleiche Antwort: „Das ist hier bei uns eben so!“

Nun mache ich mir schon seit vielen Jahren bewußt, welche Macht Gedanken haben und wie segensreich, oder aber fatal die unter-schiedlichen Erwartungshaltungen auf ein Menschenschicksal wirken können.

Ich bin heute der festen Überzeugung, daß sich ein Schicksal genauso erfüllt, wie man es erwartet.
So mag ich gar nicht hinhören, wenn bereits 40-jährige Menschen darüber nachdenken, ob ihr Haus oder ihre Wohnung auch alten-gerecht ist. „Man muß ja mal an später denken.“ “Was ist, wenn ich mal nicht mehr so kann?“ “Lieber ziehe ich gleich in ein eben-erdiges Haus, damit ich später mal nicht die Treppen steigen muß. Und dafür muß es gleich rollstuhlgerecht sein.“
Freilich spreche ich hier nicht von durch Krankheit behinderten Menschen, für die selbstverständlich alle Hilfsmittel und Unterstützungen ausgeschöpft werden müssen.
Gerne aber erinnere ich mich an eine Begegnung mit einer 88-jährigen Dame. Wir saßen beide im Wartezimmer unserer Fußpflege-rin und kamen ins Gespräch.
Sie erzählte mir, daß sie alleine in der zweiten Etage eines Altbaus wohnte. Regelmäßig, so berichtete sie mir, gehe sie die Treppen rauf und runter, damit sie nicht einroste. Dies, obwohl das schon etwas mühsamer sei als früher. Die alte Dame sprach von ihrem Alter und ihrem Leben so selbstverständlich, daß man sie sich in einem Altersheim nur schwer vorstellen konnte.

Dahingegen melden sich oft schon 50-jährige an für eine Stiftung, die auch eine Pflegeabteilung aufweist. „Man kann ja nie wissen, wie es mir im Alter mal geht.“
Ja, ich befürworte die neue Pflegeversicherung durchaus. Man weiß ja wirklich nicht…
Dennoch: alte Menschen gab es schon immer. Aber sie planten früher nicht die Pflegebedürftig-keit in den späteren Jahren.

Ich für meine Person plädiere eher dafür, das Alter so aktiv zu planen, daß darin eine Gebrechlichkeit nicht vorkommt.
Es gibt so einen schönen Spruch: „Solange der Mensch baut, lebt er!“
Wir dürfen nie aufhören, Pläne zu machen.
Wir dürfen nie aufhören, das Leben in seiner Fülle zu erleben, es nicht nur einfach vorübergehen zu lassen.
Ja, auch im Alter kann man sich noch viel zutrauen und ist neuen Aufgaben durchaus gewachsen.
Wir müssen uns einfach nur trauen!
In anderen Kulturen sind es die Alten, die im Mittelpunkt des Geschehens stehen, ihrer Ansicht wird höchste Bedeutung beigemes-sen. Sie sind die Erfahrenden, ihr Wort hat Gewicht.
Wir in unseren Regionen aber stellen völlig unbewußt schon rechtzeitig die Weichen dafür, daß wir später möglicherweise ins Ab-seits geraten.
„Ich will im Alter meinen Kindern keineswegs zur Last fallen.“
Merken Sie was? Diese unsere Haltung übermitteln wir unseren Kindern, die genau das auch von uns erwarten.
Einer für alle und alle für einen, so sollte es in einem gesunden Sozialgefüge eigentlich heißen.


Es ist nie zu früh darüber nachzudenken, wie wir uns unser Alter vorstellen

Wenn wir Vorsoge für ein Alter mit Krankheit und Behinderung treffen, in dem Pflege nötig wird, können wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit damit rechnen, daß es sich genauso ereignen wird.
Bereiten wir uns jedoch auf Gesundheit und Lebensfreude vor, so wird ziemlich sicher diese Vorstellung eintreffen.
Ich möchte deshalb Mut machen, einen schönen und aktiven Lebensabend zu planen. Ja, rechtzeitig kann man durchaus darüber nachdenken, auch dann schon, wenn man noch recht jung ist. Aber voll Zuversicht und Lebensfreude bitte. Alt sein heißt keines-wegs zwangsläufig Krankheit und Pflegebedürftigkeit. Deshalb ist die sinnvollste Altersvorsorge gewiß eine gesunde Lebensfüh-rung und das bewußte Einsetzen positiver und motivierender Gedanken.
B.K.

Autorin: Birgit Seufert
(Meridian-Energie-Therapeutin)


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