Die Behandlung mit Blutegeln Kohlrabi mit Kartoffelpüree und Petersiliensoße
Jan 12

Jeder ist von meinen Kürbisgerichten hellauf begeistert und fragt sich und mich, weshalb dieses attraktive und gesunde Gemüse nicht längst Einzug gehalten hat in alle Haushalte. So mancher Restaurantchef würde mit einer Kürbissuppe auf seiner Speisekarte Furore machen und alleine deshalb Berühmtheit erlangen in seiner Region. Wohlgemerkt, ich spreche hier von dem kleinen Hokkaido-Kürbis, nicht von den Riesenungetümen, die in Omas Garten lagerten.

Hokkaido-Kürbisse woher, wie, wann?
Sie stammen aus Asien und aus Afrika. Dort gehören sie zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Zwischenzeitlich können sie auch hierzulande problemlos angebaut werden. Ihre Haupterntezeit beginnt im August und endet im späten Herbst.
Man kann sie in Naturkostläden oder auf Märkten kaufen. Zwischenzeitlich werden sie sogar in vielen Supermärkten angeboten.

Kürbissaison
Es ist überaus komfortabel, daß Hokkaido-Kürbisse z.B. im August gekauft und erst zu Weihnachten verspeist werden können. Sie sind so haltbar, wie kein anderes Gemüse sonst und lassen sich oftmals bis zum April aufbewahren. Und sie sind noch dazu derart dekorativ, daß sie ein regelrechter Blickfang im Gemüsekorb oder in der Schale sein können.

Farbenpracht
Vom zarten champignonweiß hin zu vielen Gelbtönen, reichen die Farben sogar bis zu ocker oder dunkelgrün. Egal wie sie gefärbt sind – sie schmecken alle einfach köstlich. Je kräftiger die Farbe, um so intensiver der Geschmack und je heller, um so zarter die Note.

Zubereitung
Nichts einfacher als das. Der gut gewaschene Kürbis wird ungeschält (!) in einen Kochtopf gesetzt und mit Wasser bedeckt. Dieses wird zum Köcheln gebracht. Das Ganze bei kleinster Flamme 5 Minuten leise köcheln lassen, abtropfen, durchschneiden und das Kerngehäuse entfernen. Auf diese Weise läßt sich der sonst steinharte Kürbis hervorragend schneiden. In vielen Rezepten wird der Kürbis geschält. Das ist absolut überflüssig. Die Schale ist gekocht so weich wie das Kürbisfleisch.
Jetzt kann losgelegt werden. Alles ist hier möglich. Er wird gewürfelt, geraspelt, in Scheiben geteilt, Stifte werden geschnitten – was immer man will. Denn jetzt ist der Kürbis bereit, zu allen möglichen Variationen  verarbeitet zu werden.

Hokkaido-Zubereitung
Der Hokkaido-Kürbis lasst sich in verschidenen Varianten wie zum Beispiel als Suppen, Pürrees, Rösti, Eintöpfe, Gegrilltes, Gebratenes, Füllungen, Aufläufe, in kombination mit Backobst oder als Compagnon für jedes andere Gemüse zubereiten.

Kartoffeln oder Kürbis?
Der Hokkaido-Kürbis ist eine echte Alternative zu Kartoffeln. Er ist genauso mehlig, aber viel würziger.
Er erzeugt ein ähnliches Mundgefühl, ist aber deutlich leichter verdaubar.

Kürbis für die schlanke Linie
Und ob! 100 g haben nur ganze 24 (!) kcal. Aber – und das ist der Knackpunkt: Kürbis macht so richtig s a t t !

Die Nährwertbombe
Der Hokkaido-Kürbis enthält bemerkenswerte Mengen an wichtigen Mineralstoffen. Besonders aber Kalium, Eisen, Calcium. Auch die wichtigen Vitamine B1, B2, B6 und Folsäure sind vertreten.
Neben Vitamin C ist besonders auf die Vorstufe von Vitamin A, die Carotinoide hinzuweisen. Sie gelten als Antioxidantien und dienen der Gesundheit in besonderem Maße.

Einen Versuch wert
Ja, das ist dieses kostbare Gemüse allemal. Wer es eingeführt hat in seinen Ernährungsplan, wird es – ganz sicher – nie, niemals mehr missen wollen.

Artikel: Bioline-Magazin (Ingrid Schlieske)


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