Besprechen die Heil-Kunst der weisen Frauen Serbischer Paprikareis
Apr 23

„Ich muss soviel Tabletten dagegen einnehmen, daß ich mir wünschte, ich hätte gar keinen Blutdruck.“
Diese verzweifelte Resignation einer geplagten Patientin war uns Anlaß, einmal zu untersuchen, welche Möglichkeiten neben den bekannten Medikationen bestehen und – ob nicht vielleicht auch neue Erkenntnisse zu vermelden sind, um auf schonende Weise dem Problem Bluthochdruck zu begegnen.

Ohne Druck geht gar nichts…
Ganz ohne Druck würde das Blut nicht fließen und seine vielfältigen Aufgaben im Organismus ausführen können. Dabei spielen zahlreiche Einflüsse und Voraussetzungen eine Rolle, die wir hier gar nicht alle aufzählen können. Einige Stichworte sind:
Herztätigkeit = Pumpe
Blutmenge = hängt ab von Körpergröße, Geschlecht und dem Durchtritt der gelösten Stoffe, Ionen, Mineralien, Nährstoffe durch die Gefäßwände
Eigenspannung der Blutgefäße = muskuläre Schläuche
Nieren = sie benötigen einen gewissen Druck für die Filterfunktion beim Abpressen des Primärharns
Gifte und Reizstoffe = Alkohol, Koffein, Teein, Nikotin, Drogen, Pestizide, Lebensmittelzusatzstoffe
Hormone = Adrenalin (auch Fluchthormon genannt) steigert den Blutdruck blitzartig in Streßsituationen.
Von diesen Kriterien (Parametern) aus, wollen wir besonders einen Blick auf die stofflichen Anteile werfen, die über die Nahrung ins Blut gelangen und auf deren Zusammensetzung wir am ehesten Einfluß üben können. Doch zunächst einige allgemeine Bemerkungen zum Thema:

Blutdruck – was ist normal?
Ein junger, normal gesunder Mensch, kennt das Problem Bluthochdruck  nicht. Sein Herz schlägt ca. 60 mal in der Minute und pumpt dabei  Blut in den kleinen und großen Kreislauf. Dabei wechselt das Herz zwischen Kontraktionsphase (Systole) und Erschlaffungsphase (Diastole).
„140 zu 80“, sagt der Arzt z.B. und meint damit, daß der Blutdruck in der Pumpphase 140mm Hg. und in der Erschlaffungsphase 80mm Hg. mißt
Hg. bedeutet Messung an einer Quecksilbersäule.
Wenn das arterielle bzw. venöse Schlauchsystem seine Elastizität verliert, z.B. durch sklerotisierende Vorgänge, allgemein als Verkalkung bezeichnet, steigt der diastolische Druck, was wiederum zu einem erhöhtem systolischen Druck führt. Am Ende steht ein dauerhafter, ständiger Bluthochdruck.

Was führt zu „Überdruck“?

Die Blutgefäße kann man vereinfacht als Schlauchsystem bezeichnen. Wenn dieses seine Elastizität verliert oder die Gefäßwände sich verhärten (Sklerose = Verkalkung), steigen die Druckverhältnisse bis hin zu einem dauerhaft erhöhten Blutdruck.

Aber auch ein zeitweise verursachter Bluthochdruck durch Medizinalgiften, Kaffee, Tee oder Nikotin können zu einem anhaltenden Blutdruck bis hin zu einem degenerative Vorgang (Abbau der Funktionen) führen.

Die Niere als Regulationsorgan
Die Nieren sind erstaunliche Organe und spielen für den Wasserhaushalt und damit für die Blutmenge, die Entgiftung und den Blutdruck eine besondere Rolle. Außerdem kommt hier auch das oft gerügte Salz ins Spiel, da es durch seine im Blut gelösten Salzionen in der Lage ist, Wasser zu binden.
Wenn die Nieren „merken“, daß z.B. die Blutmenge (Wassermenge) zu groß ist, schütten sie ein Hormon aus, daß den Blutdruck steigen läßt. So wird der Pressdruck beim Filtern erhöht, die Harnmenge steigt, Wassermenge und Blutdruck sinken wieder.
Wer also ständig zuviel Salz zu sich nimmt, sorgt für eine erhöhte Wassermenge in seinem Blut, was letztlich zu einem ständigen Bluthochdruck führt, ausgelöst durch die Nieren, die gegen die durch Salz verursachte, erhöhte Wassermenge ankämpfen.

Es steht fest, Bluthochdruck schadet der Gesundheit und kann Folgen haben wie z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, und, und, und

Halten wir uns eines stets vor Augen: Ein Steinzeitmensch, dessen Körper - in physiologischer Hinsicht - dem unseren absolut entsprach, konnte keinen Arzt aufsuchen, um sich ein Mittelchen gegen Bluthochdruck verschreiben zu lassen. Er kannte das Problem wahrscheinlich gar nicht. Es muß also etwas „Neues“ sein, das wahrscheinlich mit Zivilisation zu tun hat und uns diese Probleme beschert hat.

Du bist, was Du ißt. Das sagte schon unsere Großmutter

Ein großer Teil der modernen Erleichterungen betreffen den Haushalt und dort besonders die Zubereitung der Speisen. Und hier gehört die tägliche Todsünde ebenso dazu, wie das Salz in der Suppe. Hier wieder nur einige Beispiele:

  • Zu viele tierische Fette der täglichen Ernährung
  • Zu viel komplexe Kohlenhydrate wie Zucker, Brot, Nudeln
  • Zu wenig leicht verdauliche Kohlehydrate, wie Obst und Gemüse
  • Zu viel tierische Proteine auf dem Teller
  • Antibiotika in Schweinefleisch - führt zu Resistenzen und oftmals Allergien, so daß Medikamente im Ernstfall nicht mehr wirken
  • Industriell raffinierter Zucker – ist aller „gesunden“ Bestandteile beraubt – aber dafür schön weiß
  • Denaturiertes Kochsalz  - ist genauso „leer“ wie raffinierter Zucker
  • Künstliche Geschmacksstoffe - zum Teil bereits genmanipuliert, irritieren den Stoffwechsel
  • Künstliche Farbstoffe - Allergien ohne Ende
  • Konservierungsstoffe – unabsehbare Langzeitfolgen für alle Organe

Ein Hoffnungsstrahl aus USA
Bis sich ein manifester Bluthochdruck einstellt, muß der Mensch schon lange gesündigt haben. Und dann ist Holland in Not. Jetzt wird Gesundheit kostbar. Jetzt wird aber auch alles in Bewegung gesetzt, um weiteres, drohendes Unheil abzuwenden. Jetzt ist auch nichts zu teuer, kein Arzt, kein Medikament. Dabei geht es doch (fast immer noch) auch anders und viel einfacher.

Eine groß angelegte Studie der Havard University in den USA hat ergeben, daß bereits eine mäßige Umstellung der Ernährung ebenso wirksam ist, wie die Einnahme teuerer Medikamente

Was? Wieso denn? Warum hat mir das keiner …?

Erste Antwort: Das Verschreiben eines Medikamentes geht schnell und ist für die Praxis rationeller, als ein Gespräch über die Umstellung der Ernährung.
Zweite Antwort: Unsere Ärzte wissen kaum etwas über richtige Ernährung und deren Auswirkungen, weil es Ihnen nicht beigebracht wird. Außerdem sind Ernährungsberaterinnen dafür zuständig, damit beschäftigt sich kein Arzt. (Ausnahmen soll es geben und bestätigen die Regel). Die meisten Ernährungswissenschaftler aber sind ebenfalls Jünger der Schulmedizin.

Bereits eine Reduktion des Fettanteils von 37% auf unter 30% sowie eine Verdoppelung der Obst- und Gemüserationen ließen die Blutdruckwerte der Probanden schon nach 14 Tagen merklich fallen. Dabei hatte keine der Testpersonen an Gewicht verloren.
Es wurden drei Kontrollgruppen gebildet, eine mit normalen Werten, eine mit leicht erhöhtem Blutdruck und eine „echt hypertone“ (erhöhter Blutdruck) Gruppe.
Die Menüpläne aller Gruppen waren hinsichtlich der Kalorienzahl, der Salzaufnahme und des erlaubten Alkohols gleich. Der Einkauf fand in normalen Supermärkten statt.
Was letztlich den ausschlagebenden Wert für die Senkung des Blutdrucks hatte, wie der geringe Fettgehalt der Idealkost, sein hoher Ballaststoffanteil oder die darin enthaltenen Mineralstoffe ist in letzter Konsequenz noch nicht geklärt. Vielleicht spielte sogar eine Rolle, daß die Ernährung bewußter wahrgenommen wurde und damit besonders ihr Wert für die Gesundheit allgemein?

Ähnliche Ergebnisse wurden früher auch aus Deutschland bekannt, wo in Reinkenheide bei Bremerhaven der Blutdruckexperte Prof. Manfred Anlauf schon mehrere Studien zum Thema durchgeführt und veröffentlicht hatte.

Auf los geht’s los!
Das Schöne an dieser Studie und seinen Ergebnissen ist, daß wir sie selbst, in Eigenregie durchführen können.

  • Messen wir zuerst den Blutdruck, sofern kein aktueller Wert bekannt ist und
  • erinnern uns an unser steinzeitliches Potential. (Bei eindeutiger Diagnose und strenger Verordnung muß der Arzt informiert werden.)
  • Wir reduzieren den tierischen Fettanteil unserer Speisen deutlich
  • Wir reduzieren das tierische Eiweiß in unserer Nahrung
  • Wir nehmen pflanzliches Speiseöl mit reichlich ungesättigten Fettsäuren zu uns
  • Erst abschmecken, bevor wir zum Salztopf greifen, mit Kräutern würzen
  • Der Anteil von Obst und Gemüse auf unserem Speiseplan wird verdoppelt
  • Wir planen tägliche „rasches Gehen“ von mindestens 3 km ein
  • Zusätzlich ist empfehlenswert, viel und gutes Wasser zu trinken. (2-3 Liter pro Tag)
  • Sauna regelmäßig – als finnisches Erfolgsrezept bei Blutniederdruck, erst recht aber bei Bluthochdruck (behutsam mit wenigen Minuten und niedrigen Temperaturen beginnen)

Eine Kontrolle des Blutdrucks sollte regelmäßig erfolgen, zumindest solange bis sich ein dauerhafter Erfolg eingestellt hat. Und wenn die „Euphorie des Neuen“ der „Beständigkeit als Normalität“ gewichen ist, wird die Einnahme von Antihypertonica (Blutdrucksenker) der Vergangenheit angehören.

Ein kleines Erfolgsbeispiel
Die Trennkost-Kurgäste in Bad Salzhausen besuchen regelmäßig ein Fitneßcenter, um dort an einer Wirbelsäulengymnastik teilzunehmen und je nach Lust und Kondition ein kleines oder großes Fitneßprogramm am Maschinenpark zu absolvieren. Zum Fitneßcenter führt ein 2,5 km langer Wanderweg. Wer gut zu Fuß ist, läuft diese Strecke mit kleinen Neigungen einmal hin und einmal zurück. Regelmäßig werden wir Trainer nach wenigen Tagen befragt, wie das sein könne, daß Blutdruck sich in so kurzer Zeit senken würde. Liege das vielleicht an der neuen Art, sich zu ernähren? Wir schmunzeln über das Staunen. Freilich ist eine ernährungsphysiologisch richtige Zusammensetzung der Nahrung auch für den Blutdruck ausschlaggebend. Die schnelle Wirkung allerdings wird durch das tägliche, relativ rasche Gehen erreicht. Unsere Kurgäste sind nach dieser Antwort oft recht nachdenklich. So mancher von Ihnen nimmt sich fest vor, diese Erkenntnis auf Dauer in sein Tagesprogramm einzubauen.
Unsere Gäste staunen, daß die Lösung für ein oftmals jahrelang bekämpftes Problem für viele Menschen so einfach sein soll.
Hat Ihnen schon mal ein Arzt eindringlich dazu geraten, täglich 3 km zügig zu gehen und dafür die verschriebenen Medikamente zu reduzieren, um sie nach und nach ganz weglassen zu können?

Autor: Dr. Hans Peter Wibbing
Zahnarzt und Publizist


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