Die Brennessel als Heilpflanze Spitzwegerich (Plantago Lanceolata)
Mrz 11

Eines unserer attraktivsten und gleichzeitig wohlschmeckensten Gemüse
blumenkohl.jpg Bei seiner Zubereitung kann man (fast) nichts verkehrt machen. Vielmehr läßt sich mit seiner Hilfe auch dann mit Kochkunst glänzen, wenn diese eigentlich eher spärlich ist.
Diese weiße und zarteste aller Kohlsorten ist eigentlich eine Kohlblume, denn der für uns eßbare Teil ist ihr Blumenansatz, also eher noch eine Knospe.


Blumenkohl hat einen feineren Kohlgeschmack als seine Artgenossen und ist der bekömmlichste seiner Sorte, denn er hat weniger blähende Eigenschaften. Genau aus diesem Grund eignet er sich auch hervorragend für die Diätküche.
Besonders fein und hell ist er durch seine Hüllenblätter, die ähnlich wie beim Chicorée die Entwicklung von Chlorophyll verhindern.
In der italienischen Küche wird gerne eine Variante des Blumenkohls verwendet, der Romanesco. Er ist geschmacksintensiver und nährstoffreicher als sein weißer Bruder.
In Frankreich dagegen ist eine violette Sorte aromatisches, wohlschmeckendes und dekoratives Gemüse gleichermaßen. Auch diese farbige Variante strotzt nur so von Vitaminen und Mineralien.

Zwar wird Blumenkohl das ganze Jahr hindurch angeboten. Besonders aber die Monate Mai bis Dezember sind die in Europa übli-chen Erntezeiten. Man kann in dieser Zeit also damit rechnen, eine Freilandware zu erstehen.
In der Vergangenheit gehörte diese Gemüsesorte auch auf den Familientisch. In den letzten Jahren allerdings zogen die Preise tüchtig an, so daß Blumenkohl heute nicht mehr zum Allerweltsgemüse gehört, sondern ihm ein Ehrenplatz in der Gemüseküche eingeräumt wird.

Und genau da gehört er auch hin
Vom Geschmackserlebnis her gibt es kaum ein anpassungsfähigeres Gemüse. Es harmonisiert genauso ideal zu vornehmen, zarten Sößchen mit Muskat oder Curry, wie zu feurigem, tomatigen Beiwerk mit Gewürzen, die so scharf sind wie die Hölle.
Es paßt in praktisch jedes Mischgemüse. Heimatliche Sorten peppt es auf, und mediterrane Spezialitäten erhalten durch Blumenkohl die milde Variante.

Die Zubereitung des Blumenkohls
Ertränken Sie ihn zum Kochen bloß nicht in einem Wasserbad. Vergessen Sie auch die Zugabe von Zitrone, die den Kopf weiß halten soll.
Wenn Sie dieses wunderbare Gemüse auf zeitgemäße Weise (fast ohne Wasser) zubereiten, bleibt der Kopf sowieso schön fest und fällt nicht auseinander. Die Farbe verändert sich durch diese Art des Garens ebenfalls nicht. Und das Wichtigste: Die meisten Vita-mine und Mineralien bleiben so erhalten und werden nicht mit dem Kochwasser auf Nimmerwiedersehen in den Aufguß entsorgt.

So geht es

Am gut geputzten Blumenkohl wird ein Teil des Strunkes dran gelassen. Gewürzt wird folgendermaßen: 1 gehäufter EL Gemüse-consommé (Trockenware) wird in 1/2 Tasse Wasser aufgelöst. Je nach Gusto kann Pfeffer, Muskat, Tomatenpüree, Paprikapulver, Curry oder ähnliches dazu gerührt werden. Diese Mixtur wird von unten in den Blumenkohl getropft. Mit dem Rest wird er von außen bestrichen. In einen Edelstahlkochtopf mit dickem Sandwichboden wird 1/2 Tasse Wasser gegossen. In dieses „Fußbad“ wird der Kohl auf den Strunk gesetzt. Bei großer Flamme zum Kochen bringen. Dann auf kleinster Hitze mit geschlossenem Deckel fertig garen. Mit einer Schaumkelle den Blumenkohl vorsichtig aus dem Topf heben. Darüber ein wenig geschmolzene Butter geben – ein Gedicht.


Ein variantenreiches Gemüse
Mit Blumenkohl kann die/der geschickte Gastgeberin/Gastgeber echt renommieren. Sei es für ein festliches Dinner oder ein einfaches Mahl. Den Zubereitungsmöglichkeiten sind praktisch keine Grenzen gesetzt. So lockt er durch eine goldbraune Kruste, wenn er mit Käse überbacken wird, läßt sich gerne mit gebräunter Butter übergießen. Auf ihm schmecken geröstete Semmelbrösel, und er macht sich gut in Aufläufen jeder Art. Dazu korrespondiert er gleichermaßen liebevoll mit Kartoffeln, Reis, Nudeln, Hirse, Kürbis, einfach mit allem, was die Speisekammer hergibt. Oder tauchen Sie seine Rös-chen einfach in Bierteig und frittieren sie knusprig.

Blumenkohl ist in jedem Rezept einfach – göttlich

Arm und reich zugleich
100 g von diesem Gemüse zählen nur etwa 22 kcal. oder 92 kj. Hier haben wir es also mit einem echten Schlankmacher zu tun. Dafür ist es reich an Ballaststoffen, an Natrium, Kalium und Kalzium. Phosphor, Magnesium, Eisen und Fluor sind ebenfalls vertre-ten, wie die Vitamine A, B, C und E.

Artikel: Bioline-Magazin (Hildegard Kita)


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