Soja Allergien
Jul 04

Der Apfelbaum Pyrus malus L.
Wer täglich einen Apfel isst, spart sich den Arzt!
Dieser Auffassung waren schon unsere Großeltern. Der Satz sagt vor allem etwas über die vielfältige Heilwirkung dieses wohlschmeckenden Obstes aus.
So bekundet beispielsweise der berühmte Kräuterkundige Mességué: „Wenn du nur einen einzigen Baum pflanzen darfst, dann wähle den Apfelbaum!“


Von alters her priesen die Heilkundigen die Wirkung des Apfels

Die hlg. Hildegard von Bingen empfahl dabei nicht nur die Früchte des Baumes für Heilzwecke, sondern auch Blüten und Blätter gegen Augenkrankheiten. Abkochungen aus jungen Reisern wurden gegen Gicht, Blütenknospenaufgüsse gegen Kopfschmerzen und überschießende Magensäure angewandt, die Frucht gegen Verdauungsbeschwerden.
Sogar die Rinde ist als fiebersenkendes Mittel höchst wirksam, stärkt schwaches Bindegewebe und zieht ausgedehnte Blutgefäße wieder zusammen. Sie ist wie Chinin einsetzbar und diesem ebenbürtig in der Bekämpfung von Malaria.
Aus Blüten und Blättern wird Tee aufgegossen, der stark harntreibend ist.
Bei hartnäckigen Nierenbeschwerden, z.B. Entzündungen, oder bei Harnsteinen und Blasenentzündungen verwendet man eine Teemischung aus Blättern, Blüten und Knospen.
Als Hausmittel absolut unentbehrlich, fördert der Apfel, wird er abends gegessen, den Schlaf. Ansonsten reinigt er die Bronchien und wirkt schleimlösend, auch bei verstopfter Nase. Zudem senkt er Fieber, wirkt gegen Darmentzündungen und erweist sich als hervorragendes Abführmittel.
Weil der Apfel auch blutreinigend ist, befreit er den Körper von Giftstoffen. Deshalb ist er für Rheumatiker, Gichtkranke, Menschen mit Arterienverkalkung und Hautkrankheiten ein Segen.
Es versteht sich, dass „Evas Apfel“ auch ein wirksames Schönheitsmittel ist, und dies sowohl von innen, als auch direkt als frischer Saft auf die Haut aufgebracht. Es ist die Fruchtsäure, die als Anti-Faltenmittel in wenigen Wochen sichtbare Erfolge garantiert.

Apfelkur – Regeneration total
Legen Sie gelegentlich einen Apfeltag ein. Sie essen nur Äpfel. Am besten sollten sie aus dem Bioladen oder Reformhaus, oder bevorzugt natürlich aus einem Privatgarten sein. Dennoch: gut waschen und trocken reiben.
Der gesamte Verdauungsapparat wird total gereinigt. Dazu gehören Leber, Nieren und Darm. Aber auch dem Blut bekommt eine solche Kur sehr gut.
Äpfel beruhigen auch die Nerven!

Inhaltsstoffe
Pektin und Zellulose: das sind Ballaststoffe, die bei der Verdauung helfen, entgiften und den Cholesterinspiegel senken
Vitamine C und E und die B-Vitamine: sie stärken das Immunsystem und wirken gegen „Freie Radikale“
Mineralstoffe, Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium und Eisen: liefern Energie und wirken gegen Übersäuerung im Körper
Spuren von Fluor: härten den Zahnschmelz
Fruchtsäure: senkt den Harnsäurespiegel und wirkt gegen Gicht und Rheuma, wirkt antibakteriell


Zahnbürste der Natur
Ein langsam gekauter Apfel eliminiert innerhalb kürzester Zeit die Bakterien im Mund, die Karies verursachen.
Äpfel sorgen für eine gesunde Mundflora und härten den Zahnschmelz.

Zubereitung
Frischer Apfel: sollte mit Schale gegessen werden, wenn er aus kontrolliert biologischem Anbau stammt. Ansonsten dünn schälen
Wirkt gegen: Rheuma, Gicht, Nierenleiden, Blasenleiden, Fieber, Darminfektionen, Verstopfungen, Arterienverkalkung, Übergewicht, Hautkrankheiten und Bronchitis
Tees: aus getrockneter Apfelschale oder aus Blättern, Blüten, Rinde oder Knospen. 1 Hand voll mit 1 l kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, durchsieben. 3 Tassen täglich trinken, wirkt wie ein frischer Apfel
Saft: Frischsaft hat die gleiche gute Wirkung wie die Frucht
Apfelsirup: durch Einkochen entsteht Apfeldicksaft (mit viel Fruchtzucker), eignet sich gut als naturreines Süßungsmittel

Fallbeispiele aus meiner Kräuterpraxis:

Blasenentzündung (Blätter, Blüten, Knospen)
Eine Kollegin litt jahrelang an immer wiederkehrender Blasenentzündung. Ich riet ihr dazu, Apfeltee aus Blättern, Blüten und Knospen zu trinken. Erst etwas skeptisch, folgte sie dennoch meiner Empfehlung und bereitete sich jeden zweiten Tag frischen Tee, von dem sie mindestens 3 Tassen täglich trank. Sie erzählte mir bereits nach einigen Tagen, dass sie jetzt viel öfter Wasser lassen könne. Ich forderte sie auf, nicht nachzulassen mit der Therapie. So dauerte es kaum zwei Wochen, und meine Kollegin hatte keine Beschwerden mehr. Allerdings wiederholt sie die Kur nun in jedem Sommer zur Apfelblüte.

Schwere Nierenentzündung
Einem Bekannten von mir gelang es nicht, seine chronische Nierenentzündung auszukurieren. Kaum glaubte er sich geheilt, brach sie wieder aus. Dabei wurde er von ärztlicher Seite mit schweren Medikamenten versorgt. Mehrfach hatte er sogar über längere Phasen hinweg Antibiotika einnehmen müssen. Danach dann fühlte er sich jedes Mal einigermaßen gesund. Nach kurzer Zeit jedoch stellten sich die Beschwerden dann wieder ein. Mein Bekannter fühlte sich dadurch ewig kränklich und hatte seine Energie fast völlig verloren. Von Anbeginn hatte ich ihm Tee aus Apfelblüten und -blättern empfohlen. Er hatte immer abgewinkt und wollte sich lieber von Spezialisten behandeln lassen. Nicht einmal begleitend mochte er meinen Tee trinken. Erst, als ihm klar war, dass seine Krankheit chronisch geworden war, fand er sich bereit, eine Apfel-Tee-Kur zu versuchen. Was soll ich sagen? Der Mann ist heute gesund. So verwundert es sicher nicht, dass die Äpfel heute sein liebstes Obst sind.

Apfel-Schönheit
Längst ist bekannt, dass die Fruchtsäure ein wirksames Schönheitsmittel ist, das sogar Faltentiefe reduzieren kann. Einer Schauspielerin, die sehr über ihre knittrige Haut klagte, riet ich, diese täglich mit frischem Apfelsaft zu benetzen. Sie schwört heute noch auf diese Anwendung, die ihr im übrigen auch zu einer frischeren Gesichtsfarbe verholfen hat.

Artikel: Bioline-Magazin (Hidelgard Kita)

Buchtipps zu diesem Artikel:
Dr. Küche und Dr. Gaten


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