Wie arbeiten Berufs-Heiler? Bitterstoffe machen schlank
Sep 03

„Gestern hatte ich wieder Krach mit meinem Mann. Er ist wirklich nett und ich liebe ihn, aber er ist so altmodisch. Über jede Kleinigkeit, die ich kaufe, regt er sich fürchterlich auf. Ich weiß ja, dass wir mehr für ein Haus sparen wollten, aber ich komme einfach mit meinem Geld nicht hin. Obwohl ich mir jeden Monat vornehme, etwas übrig zu lassen, rinnt mir das Geld förmlich durch die Finger. Ich weiß einfach nicht, wie ich mich einschränken soll und er versteht das überhaupt nicht.“

Miriam, eine attraktive Marketingexpertin, war zur Beratung gekommen, um ihren Stress besser zu bewältigen.
Und offensichtlich hatten wir einen entscheidenden Auslöser schon gefunden, denn Geldprobleme sind einer der häufigsten Streitpunkte in Beziehungen.
So, wie Miriam, geht es vielen, sie wollen eigentlich etwas mehr zurücklegen oder sparsamer leben, aber irgendetwas kommt immer dazwischen. Manche kommen gerade so zurecht, andere dehnen ihren Disporahmen bis zum Anschlag.

Viele Millionen Haushalte sind bereits verschuldet
Warum passiert uns so etwas, warum können viele Menschen mit ihrem Geld gut wirtschaften und andere nicht?


Ist ein Geldproblem angeboren?
Manches beginnt bereits mit der genetischen Prägung, mit den unterschiedlich angelegten Persönlichkeitsstrukturen. Wenn man sich das an zwei gekreuzten Achsen vorstellt, dann ist in der Mitte ein Mensch, dem es leicht fällt, vernünftig mit seinem Geld umzugehen, der stabil ist gegen Verführungen, der sein Geld für seine Ziele zusammenhält, aber auch mit vollen Händen ausgibt, wenn es angebracht ist. Je weiter man sich von dieser Position entfernt, je näher man an das Ende der Achsen kommt, um so extremer wird das Ausgabeverhalten.

Vier Typen könnten das symbolisieren:

  • Das Opferlamm
  • Der Pfennig- oder Centfuchser
  • Die Diva/der Star
  • Der Selbstversorger

Das Opferlamm
Es will es sich mit keinem verderben und lässt sich alles mögliche aufschwatzen, wenn es nur nett und freundlich gemacht wird. Auch die Geschenke für Enkel, Kinder oder Bekannte übersteigen oft die finanziellen Möglichkeiten und es bekommt meist nicht die erwartete Zuwendung zurück.

Der Centfuchser
Er versucht sein Geld fast krampfhaft zusammenzuhalten, hat aber meist wenig Freude daran. Er spart um zu sparen, egal was es kostet. Er würde zum Beispiel eine halbe Stunde Umweg in Kauf nehmen, nur um etwas zu ergattern, das zwanzig Cent billiger ist.

Der Selbstversorger
Er dagegen will unabhängig und ungestört sein, das lässt er sich eine Menge kosten, von der Sicherheitstechnik, der eigenen Wasseraufbereitung bis zum High-Tech-Gewächshaus. Er traut Banken und Geldanlagen selten, dadurch entgehen ihm natürlich gute Chancen.

Die Diva/der Star
Ihr /ihm macht das Geldausgeben wirklich Spaß. Ihnen fließt das Geld nur so durch die Finger, weil sie ständig neue Wünsche haben, die neuesten Jeans, die aktuelle Tasche, der Haarschnitt nach Victoria Beckham. Für Status und Aussehen wird viel geopfert, oft mehr als der Kreditkartenrahmen zulässt. Auch Miriam hatte eine ähnliche Prägung und obwohl sie in der oberen Etage einer Kosmetikfirma wirklich sehr gut verdiente, reichte ihr Geld nie für alle Wünsche.

Eingefleischte Glaubenssätze
Auch der Umgang mit Geld, der in der Familie vorgelebt und die Art, wie Geld eingesetzt wurde, ist entscheidend für später, denn daraus entstehen Glaubenssätze, die unbewusst das Verhalten steuern. In Miriams Familie war das Geld immer knapp gewesen. Das Mädchen konnte nie das haben, was ihre Freundinnen hatten, manchmal fehlte sogar das Essengeld. Ihre Mutter gab das Geld aus, solange welches da war und war dann für den Rest des Monats schlecht gelaunt. Miriam hatte unter dieser Situation sehr gelitten, deshalb gehörte es zu ihrem Lebensplan, später viel Geld zu haben. Als sie dann nach dem Studium die erste gut bezahlte Stelle hatte, versuchte sie die beschämenden Erinnerungen zu kompensieren, indem sie sich das leistete, was ihr damals versagt war, das was andere auch hatten. Und so war der starke Drang entstanden, nicht nur auf modischem Gebiet mit anderen mitzuhalten, egal, was es kostete.

Seelische Probleme mit Geld kompensieren
Diese Variante hat mit unserem Selbstwertgefühl zu tun. Wir geben Geld aus, um uns besser zu fühlen, um nicht an unsere Sorgen zu denken und die Probleme nicht lösen zu müssen. All der Glitzer und Glanz in einem teuren Geschäft, das erträumte Synonym für Luxus, lässt uns vergessen, dass wir uns vielleicht von anderen nicht anerkannt fühlen, dass andere schneller vorwärts kommen oder schlanker und jünger aussehen. Oder wir geben Geld aus, um den Partner zu bestrafen. Nach einer Auseinandersetzung bei der Frau nichts klären kann, weil Mann abblockt geht sie gerne los, um richtig Geld auszugeben. „Schadet ihm gar nichts, warum hat er nicht mehr Verständnis für mich!“

Äußere Aspekte
Neben den inneren Faktoren unseres Ausgabeverhaltens, gibt es natürlich auch noch äußere Aspekte, Aspekte, die zum Geldausgeben animieren, wie äußerst geschickte Werbestrategien, großzügige Ratenkaufmöglichkeiten und natürlich Kreditkarten, bei denen man die schmerzliche Seite des Kaufens, das Bezahlen, gar nicht mehr wahrnimmt.

Psychische Erkrankungen
Wie zum Beispiel die bipolare Störung in der manischen Phase und die Kaufsucht, können exzessives Geldausgeben verursachen.
Beides konnten wir bei Miriam ausschließen, denn ihr Problem waren eher fehlende Ideen zum besseren Wirtschaften und die aus der Kindheit resultierende Glaubenssätze, zum Beispiel:
„Sparen ist etwas für Langeweiler, ich will Spaß haben“
oder
„Sparen heißt verzichten, das musste ich doch schon so lange.“

Nachdem wir die teilweise unbewusste Glaubenssätze kinesiologisch (siehe Kasten) ermittelt hatten, setzten wir unterschiedliche Techniken ein, um sie dauerhaft zu löschen, zum Beispiel die ABC-Methode aus dem NLP
Als Miriam den ersten Glaubenssatz mit unterschiedlichen Stimmen nachsprach, erinnerte sie sich, dass ihre Mutter sich damit immer rechtfertigte, wenn das Geld schon wieder alle war. Das machte ihr das Loslassen leichter.
Den zweiten Glaubenssatz hinterfragten wir mit dem Konzept des „mühelosen Sparens“. Dafür legten wir den sogenannten Daddel-Faktor fest, d. h. Miriam listete auf, was sie tagsüber so nebenbei ausgab, zum Beispiel den Kaffee und die Muffins in der Snackbar, die Schokoriegel, das Knabberzeug, die Zeitung, die ungelesen weggelegt wurde usw.. Das ergab pro Tag mehr als 10 Euro, die so eigentlich verdaddelt wurden für etwas, was man weglassen könnte.

Für Miriam war aber wichtig, dass es beim mühelosen Sparen nicht um Verzicht geht, sonder darum, clevere Alternativen zu finden


Dafür konnte sie sich begeistern und sofort vorstellen, den Kaffee auch mit ihrem Kaffeeautomaten und zum Essen eine Lunchbox mit figurgünstigerem Vollkornbrot und Salaten vorzubereiten u. ä.. Ohne auf etwas zu verzichten, blieben so 7,50 Euro, die nicht mehr benötigt wurden. Wenn dieser Daddelfaktor mit zwanzig  Arbeitstagen multipliziert wird, ergibt sich monatlich die stolze Summe von 150 Euro.
Müheloses Sparen bedeutet nicht, darauf zu warten, ob das am Ende des Monats übrig bleibt, sondern die Summe wird schon zu Beginn auf ein Sparkonto bzw. bei Miriam auf den Hausfonds überwiesen. Im Jahr sind das immerhin 1.800 Euro, die durch die Zinsen noch wachsen.
Das überzeugte meine Klientin und als Marketingexpertin formulierte sie als neuen Glaubenssatz:
„Ich kann ohne zu verzichten, Geld sparen und Spaß haben.“
Den installierten wir in ihrem Unbewussten mit dem Optimierungsverfahren (nach Lambrou und Pratt). Damit können nicht nur Ängste und Vorbehalte abgebaut, sondern Menschen vor allem motiviert werden, Herausforderungen anzugehen, die sie bisher vermieden haben.

Mit Hilfe von Klopftechniken und Visualisierungen werden Gedanken und bildliche Vorstellungen auf das erstrebte Ziel ausgerichtet und so das Verhalten optimiert

Bei Miriam hatten wir zunächst das Problem, dass ihr die Vision des zukünftigen Hauses und damit auch die geringste Vorfreude fehlte. Sie verband es nur mit Entbehrungen, denn „wenn man ein Haus hat, kann man sich nichts mehr leisten.“
Um diesen Befürchtungen auch praktisch wirkungsvoll zu begegnen, starteten wir die nächste Phase des mühelosen Sparens. Dazu gehörten u. a.

  • die Überprüfung der Versicherungsunterlagen durch eine unabhängige Agentur- Spareffekt 20- 40 Prozent
  • der Wechsel zu einem günstigeren Stromversorger und Vermeidung von Standby- und Leerlaufverlusten durch einfache Schaltleisten – Spareffekt 25 Prozent
  • die Absenkung der Raumtemperatur bei Abwesenheit durch programmierbare Thermostate, die dennoch bei Betreten, eine warme Wohnung garantieren – Spareffekt 20 Prozent

So kann ohne Einschränkung jetzt und auch später ein deutlicher Anteil der Fixkosten reduziert werden. Allerdings sollten nur 50 Prozent dieser Einsparungen für das Haus angelegt und die restlichen 50 Prozent auf ein „Spaßkonto“ überwiesen werden. Daraus könnten dann Extras wie Kurzreisen, Bar- oder Restaurantbesuche, Tanzen gehen, Schmuck o. ä. finanziert werden. Wenn Miriam mit weiteren Einsparungen so verfährt und das außerdem auf eventuelle Gehaltserhöhungen überträgt, hat sie auch in Zukunft beides, Spareffekte  und Vergnügen.

Nachdem ich meine Klientin von diesem Konzept voll überzeugt hatte, war sie Feuer und Flamme, die Fifty-Fifty-Variante auch ihrem Mann zu „verkaufen“ und ihn zu weiteren Spareffekten zu animieren. Das hat natürlich geklappt, wie sie mir bei der Folgebehandlung begeistert versicherte: „Es macht mir jetzt richtig Spaß, mir unser Haus vorzustellen und in Gedanken schon mit Farben zu experimentieren. Natürlich wird es ein Ökohaus mit sparsamstem Verbrauch werden, mein Mann sammelt schon Informationen dafür.
Sie hatte auch noch eine tolle Sparidee. Durch eine Bekannte habe sie eine Schneiderin gefunden, die ältere Stücke umarbeitet und aufpeppt. Da ist sie topmodisch angezogen und spart locker noch mal mindestens 50 Euro im Monat.
„So uncool ist Sparen wirklich nicht.“

ABC-Methode(Auditive Belief Change)
1. Wählen Sie einen einschränkenden Glaubenssatz aus und prüfen Sie, wie sich dieser Satz auf Ihre Gefühle auswirkt.

2. Suchen Sie sich einen starken Ressourcenzustand, das sind Situationen, in denen Sie sich gut gefühlt haben, stark waren, etwas gut hinbekommen haben. Gehen Sie in diese Situation hinein, erleben Sie sie so, als wären Sie da, bis dieses positive Gefühl in Ihnen aufsteigt. Wenn Sie es stark genug spüren, ankern Sie es, zum Beispiel durch die Becker-Faust. Wiederholen Sie den Vorgang ein paar Mal, bis der Anker sitzt, d. h. wenn sie den Anker aktivieren, müssen sie deutlich das positive Gefühl spüren.

3. Verändern Sie nun die Sprechweise Ihres einschränkenden Glaubenssatzes:

  • Normales Tempo und normale Tonlage – plus – Ankern
  • Sehr langsames Tempo und sehr tiefe Tonlage – plus – Ankern
  • Sehr schnelles Tempo und Mickymaus-Stimme – plus – Ankern


4. Prüfen Sie die Veränderungen, wenn Sie den Satz jetzt noch einmal ganz normal sprechen. Welche Gefühle löst er aus? Kommt er Ihnen jetzt völlig unsinnig vor? Dann haben Sie ihn abgelegt.

Kinesiologie
Es geht um eine Bewegungslehre, bei der anhand von Muskeltests Verträglichkeit von Medikamenten festgestellt wird. Aber auch ein „Abfragen“ wahrer Beweggründe des Unterbewusstseins für bewusstes Handeln kann mit Hilfe solcher Testverfahren ermittelt werden. Auf diese Weise wird oft geklärt, weshalb Betroffene zum Beispiel an Sucht, Übergewicht, scheinbar ungeliebten Gewohnheiten festhalten, die sie vordergründig unbedingt ablegen wollen.

Artikel: Bioline-Magazin (Elfi Sinn)


Verwandte Beiträge:
  • Mut zu außergewöhnlichen Methoden
  • ARBEIT ist wichtig
  • Flugangst und andere Ängste
  • Schmerzen endlich weg durch M.E.T.
  • Meridianklopfen von Zeitmanagement führte ans „Eingemachte“

  • \\ tags: , ,

    Kommentar abgeben

    Bitte Einloggen um einen Kommentar abzugeben.