Der Rosenkohl (Brassica oleracea) Weißer Spargel mit Spätzle
Apr 06

Diese bezaubernd kleine Pflanze gehört zu den Veilchengewächsen. Ihre Blüten, die auf einem langen Stiel wachsen, sind etwa 2 cm groß und zumeist gänzlich gelb, gelb mit violett gefärbt oder dreifarbig, also gelb, violett mit weiß. Das wilde Stiefmütterchen (viola tricolor) und das Ackerstiefmütterchen, die auf Feldwegen, Ackerrändern und Gartenland wachsen, dürfen nicht verwechselt werden mit dem großblütigen Gartenstiefmütterchen, das keine Heilwirkung hat.

Das Ackerstiefmütterchen ist ein wirkungsvolles Heilkraut, das sich hervorragend, äußerlich angewandt, für die Hautpflege und zur Heilung von Ekzemen eignet.
In der Kosmetikindustrie findet es Verwendung in hochwertigen Cremes.
Innerlich als Tee genommen, hilft es bei Atemwegs- und Harnwegserkrankungen und fördert die Stoffwechselvorgänge der Haut.


Die Inhaltsstoffe

  • Flavonoide, Salicylsäure und Schleimstoffe wirken positiv auf die äußeren Hautschichten
  • Carotinoide für Wachstum und Entwicklung, unterstützen die Bildung von Geschlechtshormonen, helfen dem Sehvorgang
  • Vitamin C und E gelten als Gegenspieler der „Freien Radikalen“ und halten Alterungsprozesse auf

Zubereitung
Aufguß
für Umschläge oder ein mildes Mundwasser: 2 geh. TL zerkleinertes, trockenes Stiefmütterchenkraut mit Blüten werden mit 150 ml kochendem Wasser überbrüht und nach 10 Minuten durch ein Sieb gegossen (sollte täglich mehrfach angewendet werden).
Tee
zur inneren Anwendung –  entweder: frisches Stiefmütterchenkraut mit Blüten zerkleinern, heiß überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abgießen, oder: 1 EL getrocknetes Stiefmütterchenkraut mit 1/4 l Wasser überbrühen, nach 5 Minuten abseihen.

Die Ernte
Medizinisch verwendet werden die überirdisch wachsenden Pflanzenteile nur während der Blütezeit. Es eignen sich sowohl wilde Stiefmütterchen als auch Ackerstiefmütterchen, die sich zum Verwechseln ähnlich sind.
Beide wachsen am Ackerrand, als Getreide- und Gartenunkraut.

Die Heilwirkung
Ackerstiefmütterchen hilft bei vielen entzündlichen Erkrankungen der Haut und der Atemwege. Es ist sekretionsfördernd und bei Husten reizlindernd und wirkt entzündungswidrig bei Harnwegserkrankungen.

Erfahrungsberichte:

In meiner Kräuterküche bereite ich vor allem einen Aufguß, den ich bevorzugt bei Hautleiden einsetze.

Baby mit Milchschorf

Eine Nachbarin hatte monatelang vergeblich mit verschiedenen gängigen Mitteln versucht, den dicken Milchschorf ihres Babys zu behandeln. Erst das mehrfach tägliche Benetzen der gesamten Kopfhaut des Babys mit dem Aufguß des Ackerstiefmütterchens brachte Besserung, bis zur Heilung in wenigen Wochen.


Akne
Der Teenagersohn einer Freundin litt sehr unter seiner Akne, die sein hübsches Gesicht mit dicken Pusteln entstellte. Ich riet ihm zu einmal täglich warmen Kompressen mit Meersalz (2 EL auf 1 l Wasser) über 20 Minuten, das er dann sorgfältig abspülen sollte. Danach wurde das Gesicht mit dem Aufguß von Ackerstiefmütterchen befeuchtet und trocknen gelassen. Der Aufguß mußte mehrfach täglich aufgetupft werden und als Tee 3 x täglich getrunken werden. Schon nach einer einzigen Woche zeigte sich, daß alle Pickel in Begriff waren abzuheilen. Nach 2 Monaten war nicht mehr viel zu sehen von den Entstellungen. Man kann sich vorstellen, wie glücklich der junge Mann war.

Juckende Neurodermitis
Eine junge Frau besuchte mich eines Tages. Sie und auch ihre drei Kinder, die noch nicht schulpflichtig waren, litten an Neurodermitis, die sich in Schüben von Zeit zu Zeit so sehr verschlimmerte, daß sich die Vier vor Juckreiz kaum zu helfen wußten. Ich riet zu einer vollkommenen Ernährungsumstellung und zu blutreinigenden Maßnahmen. Dazu gehörte auch Stiefmütterchentee. Äußerlich angewandt, half der Aufguß, den Juckreiz zu lindern. Dazu empfahl ich eine Salbe mit Calendula, Beinwell und Borretsch (erhältlich im Lebenslinie-Versand). Die junge Mutter hat meine Ratschläge befolgt. Immer wenn ich sie treffe, versichert sie mir, daß sie und die Kinder oftmals über lange Strecken beschwerdefrei sind. Treten wieder kleine „Schübe“ auf, so wird gleich Ursachenforschung betrieben. Meistens sind Ernährungsfehler oder Gefühlsstreß Schuld an den Rückfällen.

Autorin: Hidelgard Kita (Kräuterfrau)

Buchtipps zu diesem Artikel:
Dr. Küche und Dr. Gaten


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