Das GELD reicht nie! Kosmetik, Ernährung von außen?
Sep 11

„Was bitter im Mund, ist dem Magen gesund!“ (Volksweisheit)

Dieser Spruch war unseren Vorfahren vertraut. Sie wussten, Bitterstoffe gehören zur Ernährung. Das war so selbstverständlich und unumgänglich, dass diese Erkenntnis von niemandem in Frage gestellt wurde. Endiviensalat, Grünkohl, Rosenkohl, ja auch Wermut, Magenbitter und eine Reihe von Küchenkräutern gehörten damals zu den Rezepten, die den Körper mit Bitterstoffen versorgten.


Heutzutage haben wir uns Bitteres abgewöhnt und aus dem Gemüse herausgezüchtet.
Weisen exotische Produkte wie Auberginen, Chicorée, Radicciosalat oder andere noch diesen prägnanten Geschmack auf, so werden die Bitterstoff tragenden Stellen ausgeschnitten, oder in Rezepten wird zum Wässern geraten, damit ja nichts übrig bleibt von dieser wertvollen Verdauungshilfe. Aber auch Vitamine und Mineralstoffe bleiben bei solchen Prozeduren auf der Strecke und „füttern“ nur noch den Ausguss.
Kostbares fehlt uns also derzeit in unserer Ernährung. Da ist es segensreich, dass einige Gemüse wie Artischocke und Löwenzahnblätter oder -wurzeln wenigstens den Weg auf moderne Speisekarten finden.

Denn Bitterstoffe sind unerlässlich für unsere Gesundheit

Der Geschmack der Bitterstoffe
Er regt über das vegetative Nervensystem die Ausschüttung von Verdauungssäften an. Diese Wirkung beginnt an den Geschmacksknospen der Zunge, die besonders bitterstoffsensibel sind. Kinder besitzen im Übrigen davon mehr als alte Menschen. Daraus erklärt sich, dass sie zunächst stärker, später vermindert auf Bitterstoffe reagieren.

Ältere Menschen brauchen mehr Bitterstoffe
Das hängt damit zusammen, dass bei ihnen sich die Produktion von Speichel und anderen Verdauungssäften mit dem Alter verringert. Bittere Pflanzen regen die Sekretion von Verdauungssäften in Magen, Bauchspeicheldrüse und Galle an. Im Magen wird durch die besser durchblutete Schleimhaut die Verdauungsleistung gefördert. Insgesamt werden mehr Nahrung spaltende Enzyme ausgeschüttet, damit Eiweiß, Kohlenhydrate und vor allem Fett besser verdaut werden können. Nahrung wird wesentlich schneller verarbeitet und verbleibt nicht so lange im Verdauungstrakt.

Daraus erklärt sich, dass Bitterstoffe das Bestreben schlank zu werden und zu bleiben, in idealer Weise unterstützen


Die Gier nach Süßem lässt merklich nach. Bitter ist nach dem fernöstlichen Verständnis zum Beispiel extrem Yang, wirkt also gegen Sucht.
Durch die raschere Passage des Speisebreis mit Hilfe von Bitterstoffen wird auch Blähungen, Fäulnisbildung und Gärprozessen entgegengewirkt.

Bessere Nutzung der Nährstoffe
Mineralstoffe, speziell Eisen und besonders die fettlöslichen Vitamine wie A, D, E und K können durch Gabe von Bitterstoffen besser genutzt (resorbiert = vom Körper durch die Darmwand aufgenommen) werden.
Bitterstoffe regenerieren den Darm
Durch ihre Eigenschaften, den Gallenfluss anzuregen, können Bitterstoffe leicht abführend wirken, gleichzeitig aktivieren sie die Darmbewegung. Sie sollten besonders bei chronischer Verstopfung eingenommen werden.
Eine geschädigte Darmschleimhaut wird durch die Aktivierung der Verdauungssäfte und der Peristaltik (Darmbewegung) befähigt, Verdauungsrückstände besser auszuscheiden.
Für eine Antipilztherapie sind Bitterstoffe als begleitende Medikation unerlässlich. Pilze, Viren und unerwünschte Bakterien finden in einer intakten Darmschleimhaut keinen Nährboden mehr.

Verbesserung des Blutbildes
Bitterstoffe regen den Energiestoffwechsel an. Das ergibt sich durch die Steigerung der Eisen- und Vitamin B12-Aufnahme.
Dadurch wird auch die Immunabwehr gestärkt und die gesamte Körpersituation verbessert.

Bitterstoffe gegen Depressionen und Antriebslosigkeit

„Ich bin sauer!“ Dieser lapidar ausgesprochene Satz drückt in Wahrheit eine chemische Befindlichkeit aus. Gemeint ist eine Übersäuerung des Blutes im Körpergewebe. Das bedeutet für Betroffene, und gemeint sind damit die meisten Mitbürger, dass ihre Stimmung und ihre Unternehmungslust stark gemindert ist. Ein saures Körpermilieu ist der Grund für Niedergeschlagenheit, für bleierne Müdigkeit, für schlechte Laune.
Der Hauptgrund für eine solche Situation ist die Überfülle der heute verzehrten, leeren Kohlenhydrate, die nicht mehr genügend Vitalstoffe enthalten, und es fehlen Bitterstoffe, die helfen können, solche Zustände auszugleichen.

Was ist zu tun?
Der Rat kann nur lauten, sich wieder auf Nahrungsmittel zu besinnen, die Bitterstoffe enthalten.
Da es heutzutage fast unmöglich ist, den Bedarf aus natürlichen Quellen zu decken, empfiehlt sich die Einnahme eines natürlichen Auszuges, in dem ausreichend Bitterstoffe enthalten sind. Bitterstoffe enthalten in der Regel: Extrakte aus Angelikawurzel, Enzianwurzel, Baldrianwurzel, Zimtrinde, Kardamomsamen, Mariendistelkraut.

Nur 2 bis 3 Teelöffel davon am Tag können helfen, Übergewicht, Verdauungsschwäche, Sodbrennen, Völlegefühl, zu hohe Cholesterin- und Blutfettwerte, Stoffwechselschwäche sowie Niedergeschlagenheit zu überwinden.

Artikel: Bioline Magazin


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