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Jul 24

Basilikum “Ocimum basilicum”
Diese würzige Pflanze ist uns Deutschen vor allen Dingen als Küchengewürz bekannt. So stelle man sich Mozzarella mit Tomaten ohne diese speziellen Blätter vor. Undenkbar.
Aber frisch gezupft müssen sie sein, nicht geschnitten oder gehackt, damit sie ihr volles Aroma entfalten. Sie verleihen auch optisch mit ihrem frischen Grün einen schönen Farbtupfer für so manches mediterrane oder auch einheimische Rezept.

Seinen Ursprung hat das Basilikum in Indien und galt dort als heilige Pflanze. Es wurde als „das Königskraut“ bezeichnet. Man züchtet es schon seit dem 12. Jahrhundert im Süden von Frankreich.
Heute ist es ein wichtiges Gewürz auch in allen europäischen Ländern und wird auf einheimischen Märkten, oft in einem Blumentopf gezogen, angeboten. Das ist eine sehr praktische Version, hält es sich doch noch einige Zeit auf der Fensterbank und Blätter können nach Bedarf einfach frisch abgezupft werden.


Die Ernte
Leider wächst Basilikum hierzulande im Garten nur in geschützten Lagen in der frostfreien Periode. Diese Pflanze ist ungleich würziger und von weitaus größerer Heilkraft, wenn sie auf Freiland gezogen ist. Oftmals begnügen wir uns notgedrungen mit der zweitbesten Möglichkeit, der Treibhauszucht. Zweige, die zu kaufen sind, müssen rasch verwendet werden, weil sie schnell welken und an Aroma verlieren.
Es ist also ratsam, Basilikum im Blumentopf zu kaufen, damit man Blätter davon nach Bedarf zupfen kann.
Getrocknete Basilikumblätter sollten aus biologischem Anbau stammen, damit gesichert ist, dass sie nicht bestrahlt sind und ohne Gifteinwirkung gezogen wurden. Da alle Heilkräuter Drogen sind, kommt es für ihre Wirkung auf die feinstofflichen Schwingungen genauso wie auf die Inhaltsstoffe an. Und diese sind durch Pestizidbehandlung und Belastung durch chemische Düngung verfälscht oder gar vernichtet.

Inhaltsstoffe
Das ätherische Öl des Basilikum macht seine Heilwirkung aus. Es ist reich an Linalool, Estragol und Eugenol. Diesen Stoffen ist der günstige Einfluss auf unsere Konzentrations- und Denkfähigkeit zu verdanken. Die Gerbstoffe haben abschwellende Eigenschaften und Flavonoide beruhigen und heilen.

Achtung!

Basilikum sollte zu Heilzwecken nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Dies gilt besonders für Kinder, Schwangere und während der Stillzeit. Diese Warnung gilt nicht für Basilikum zu Würzzwecken.

Die Heilwirkung des Basilikum
ist zu unrecht ziemlich in den Hintergrund getreten. Dabei leistet es, besonders bei Alltagsbeschwerden, recht gute Dienste. Es kann bei folgenden Beschwerden eingesetzt werden:
Verdauungsförderung, Blähungen: Tee, bis 3 Tassen pro Tag
Nervosität: ein paar frische Basilikumblätter kauen oder in Speisen genießen (z.B. auf Tomaten und Mozzarella)
Schlaflosigkeit bei Erwachsenen und Kindern: Tee, eine Tasse vor dem Schlafengehen
Schwindelanfall: Tee, bis 3 Tassen pro Tag
Koliken: Tee, bis 3 Tassen pro Tag
Migräne: Duftöl in Lampe verdunsten lassen, öfters an Basilikumbüscheln riechen, Bad mit Basilikumöl nehmen
Übelkeit: Tee, bis 3 Tassen pro Tag
Verstopfung: Tee bei Bedarf
Mundfäule: Mundspülungen mit Absud 3 x täglich
rissige Hände: Handbad mit konzentriertem Absud

Zubereitung
Teeaufguss: 1 Hand voll Blätter und ggf. Blüten werden mit 1 l kochendem Wasser übergossen, 5 Minuten ziehen lassen, durchsieben
Vollbad: Hierfür wird ein konzentrierter Teeaufguss (Absud) hergestellt aus 2 bis 3 Hand voll Blättern und Blüten und zum Badewasser gegeben
Absud: wird genau wie Tee, aber mit 2 Hand voll Blättern und Blüten für 1 l Wasser hergestellt


Beispiele aus meinem Erfahrungsschatz

Klärt den Kopf
Ich selbst braue mir gelegentlich einen Basilikumtee. Er hilft mir bei Kopfdruck, leichten Kopfschmerzen und ist insgesamt Stoffwechsel anregend. Aber auch dann, wenn ich mal nicht dazu komme, etwas zu essen und mir deshalb leicht übel ist, bringt mich Basilikumtee schnell wieder in eine stabile Situation.

Die Stimmung steigt
Das ist ein Rat, den ich gerne meinen Freundinnen und auch den Seminarteilnehmern gebe. Es ist ganz erstaunlich, wie gut Basilikum die Stimmung anheben kann und sogar bei Unstimmigkeiten in der Familie harmonisierend wirkt. Dazu sollten über einen längeren Zeitraum in Salate und Gemüsesorten, aber auch zu Mozzarella oder in Quark oder anderen Frischkäse reichlich Basilikumblätter gemischt werden. Ich empfehle neben der Frischpflanze auch Blütenessenzen, die man in Spezialläden kaufen kann (Basilikum – ätherisches Würzöl).

Hilft bei Insektenstichen
Nicht immer ist Spitzwegerich, den ich bevorzugt auf Insektenstiche lege, zur Hand. Befindet sich aber auf der Fensterbank ein Blumentopf mit Basilikum, so wird ein Blatt leicht gewalkt und auf die betroffene Stelle gelegt. Das „Pflaster“ nimmt den Juckreiz und hilft, dass der Biss sich rasch auflöst und abheilt.

Zahnschmerzen
Meine halbwüchsige Nichte, die einmal bei mir zu Besuch war, litt heftig an Zahnweh. Auf mein Geheiß legte sie sich Basilikumblättchen um den betroffenen Zahn. Zu ihrem Erstaunen verschwanden die Schmerzen nach wenigen Minuten. Begeistert versicherte sie, dass diese „tolle Medizin“ von ihr nun an alle Freundinnen weitergegeben würde. Dennoch ließ ich mir von ihr versprechen, einen Zahnarzt aufzusuchen.

Autorin: Hidelgard Kita (Kräuterfrau)

Buchtipps zum Thema
Dr. Küche und Dr. Gaten


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