Die Brunnenkresse Deines Glückes Schmied bist du
Jul 20

Die Brunnenkresse eignet sich besonders für eine Entschlackungskur, am besten im Frühjahr beispielsweise. Die Brunnenkresse kann das gesamte Sommerzeit hindurch geerntet werden kann.
Sie schmeckt herb, leicht säuerlich mit einer speziellen, leichten Schärfe, die dem Senföl, einem ihrer wichtigsten Inhaltsstoffe, zu verdanken ist.
Früher war die Brunnenkresse an jedem Wasserlauf zu finden, heute wird eher Gartenkresse gezogen. Diese hat die fast gleichen Eigenschaften wie ihre wasserabhängige Schwester. Wegen ihrer Anspruchslosigkeit gedeiht sie in fast jedem Klima und auf nahezu jedem Boden. Leider wird die Brunnenkresse heute kaum noch kommerziell angebaut. Dennoch ist sie auf guten Wochenmärkten gelegentlich aus Wildsammlung erhältlich.




Müdigkeit

Im zeitigen Frühjahr kam eine Klientin auf mein Grundstück, um sich Salbe zu holen, die ich für sie gemacht hatte. Ihre Nichte hatte sie chauffiert. Diese war Studentin und schrieb schon 1 1/4 Jahre an ihrer Diplomarbeit und wurde nicht fertig. Sie wirkte müde, blass, fast lethargisch. Um ihr etwas Leben einzuhauchen, zeigte ich ihr Brunnenkresse und riet dazu, sie sich 3-mal wöchentlich selbst zu ernten, joggender Weise, z.B. vom Bach am Waldrand. Schon nach wenigen Sätzen ihrer Schilderung war mir klar gewesen, dass ihre „Zwischenmahlzeiten“ aus Weißmehl, Fett und Zucker, und ihre sitzende Lebensweise, viel zu ihrem trägen Stoffwechsel, dem ständigen Frieren und der ewigen Müdigkeit beitrugen.
Die Brunnenkresse und das Joggen oder Walken sorgten dafür, dass

  • der Süßhunger nachließ (Senfölglykosid)
  • die Verdauung sich besserte (Senfölglykosid)
  • der gesamte Stoffwechsel in Schwung kam (Jod für die Schilddrüse)
  • die Haut ein frischeres Aussehen bekam (Vitamine A, D, E)
  • Frieren und Müdigkeit nachließen (Phosphor, Eisen)

Die Diplomarbeit wurde übrigens zu einem gelungenen Projekt.

Infektanfälligkeit
Ein Buchhalter, der stets auch noch um 13.00 Uhr in seinem Büro erreichbar war, sah die Sonne meist nur durch die Fenster oder Jalousien seiner Geschäftsräume. Im Laufe der Jahre blieben die Zeichen von Frischluft-, Bewegungs- und Vitalstoffmangel nicht aus. Er klagte über Rückenschmerzen, brennende Augen, schütter werdendes Haar, trockenen Rachen, verstopfte Nase und – bei jeder, aber auch jeder Erkältungswelle war er dabei. Während eines Geschäftstelefonats drängte ich ihn, sein Leben ein bisschen umzukrempeln. Ich dachte dabei an die Vitaminbombe Brunnenkresse. Die Auflage, sich mindestens jeden zweiten Tag einen üppigen Salat der Saison zu bereiten, der mit selbst geernteter Brunnenkresse angereichert wurde, machte zwar keinen Kraft strotzenden Naturmenschen aus ihm, aber die Vitamine, Spurenelemente und nicht zuletzt die Bewegung brachten ihm sichtbar mehr Vitalität, ein frischeres Aussehen, und die ständigen Erkältungen reduzierten sich auf „ein reinigendes Gewitter“ pro Jahr. Angenehmer Nebeneffekt: Trotz ausgedehnter Mittagspause mit Frischkostsalat schaffte er nun die gleiche Arbeitsleistung.


Antriebsarmut
Zwar sei sie kein Heimchen am Herd, berichtete eine Landfrau während meines Kräuterworkshops, aber die Alltagsroutine falle ihr enorm schwer, sie müsse sich zu jeder Aktivität, ja zu jeder Bewegung zwingen, sogar im Frühjahr, wenn alle Welt mit frischer Kraft agiere.
Zuerst riet ich ihr von der gewohnten deftigen Hausmannskost ab, dafür zu einer vitalstoffreicheren Ernährung mit Wildkräutersalaten. Um so richtig Schwung in den Stoffwechsel zu bringen, empfahl ich ihr zudem, frische Brunnenkresse mindestens jeden zweiten Tag über mehrere Wochen zu genießen. Das Befolgen dieser Ratschläge verfehlte seine Wirkung nicht. Drüsen und Stoffwechsel anregend, versetzte Kresse die Frau auch psychisch in eine Aufbruchsstimmung. Das liefert den Beweis, dass  Körper und Psyche sich wechselseitig beeinflussen.

Artikel: Bioline-Magazin (Hildegard Kita)


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