Über das Mitleid ARBEIT ist wichtig
Aug 20

In meinem Trennkost-Seminar fragte mich kürzlich eine Dame, ob ich ihre 16-jährige Tochter behandeln könne. Diese Frau G. hatte mein Selbsthilfe-Seminar in Meridianklopfen besucht und wendet diese Behandlung seither fleißig bei sich an. Nur ihrem Kind könne sie bei ihren Problemen nicht helfen, obwohl ihr das in Bezug auf Erkältung und kleineren Beschwerden schon öfter gelungen war. Aber welcher Teenager lässt schon freiwillig die Mutter in die eigene Seele schauen. Und darum ging es in diesem Fall. Das Mädchen Katrin hatte eine große Enttäuschung in ihrer ersten Liebe erfahren und „ritzte“ sich seither ihre Arme. Sie verletzte sich also selbst, um sich zu spüren. Auch einen Suizidversuch hatte sie schon unternommen. Insgesamt sei sie sehr unzugänglich geworden.

Ich verabredete also mit Frau G. einen Termin, an dem sie mir ihre Tochter brachte.

Diese sprach von Anfang an offener mit mir, als ich das zunächst erwartet hatte. Der Grund dafür war wohl, dass sie sich gerne mit einem 17-jährigen jungen Mann verabreden wollte. Sie hatte das Treffen bisher immer abgelehnt, weil sie große Angst davor hatte. Und vor einer Beziehung, die sich vielleicht daraus ergeben könnte, auch. In ihrer Not schnitt sie sich weiter in die Unterarme.


Gemeinsam fanden wir heraus, dass der Grund für diese Panik war, dass sie eine große Demütigung in ihrer ersten Liebe erfahren hatte. Die bestehende Angst bezog sich auf Ablehnung und „seine möglichen Gedanken über sie“. Sie befürchtete, dass er ihr Aussehen nicht mochte, ihre wahren Werte nicht schätzte, ihr nicht treu sein würde, falls es zu einer Beziehung käme u.ä.. Diese Gefühle beklopften wir nacheinander. Schon nach der ersten Sitzung schien das Mädel an Selbstsicherheit gewonnen zu haben. Im Laufe weiterer Behandlungen veränderte sie sich zusehendst. Sie strahlte nun, war offen und wirkte ausgesprochen charmant. Und ihre Verabredung? Auf meine Frage danach, lachte sie und sagte: „Ach der! Ich habe ihn nur einmal getroffen, er ist ein Langweiler!“ Dann verriet sie mir, dass sie bereits anderweitig flirtete. Und wenn das nichts würde, wäre ja schließlich die Welt voller Jungs …! Ja, so können sich die Dinge verändern.
Frau G. ist natürlich überglücklich, dass ihr Kind sich jetzt so lebensfroh äußert.

Artikel: Bioline-Magazin (Christina Brockmeier)


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