Hämorrhoiden Heilströmen an kalten Tagen
Sep 26

Eigentlich war ich immer gertenschlank gewesen und musste mir um meine Figur keine Sorgen machen. Mit meinen kleinen 1,64 Meter wog ich nur 58 Kilo und hatte, wie mein Mann gern äußerte, die absoluten Idealmaße. Die Diätkämpfe meiner Freundinnen und Kolleginnen betrachtete ich ehedem etwas verständnislos. Aber das sollte sich ändern.

Nach meinem 30. Lebensjahr schlichen sich plötzlich einige Pfündchen auf meine Hüften, ohne dass ich das zunächst bemerkte. Als mir manche Kleidungsstücke etwas eng wurden, stieg ich auf die Waage. Sie zeigte 61 Kilo! An sich ist das ja noch kein Unglück. Das sind schließlich nur drei Kilo mehr als mein Standardgewicht. Aber in Pfund umgerechnet, hört sich das schon gewichtiger an. Sehr besorgt war ich noch nicht. Vielmehr dachte ich: „Wehret den Anfängen!“ Ich wollte das Mehrgewicht so schnell wie möglich wieder loswerden. Einfach über einen längeren Zeitpunkt weniger zu essen gelang mir nicht, also entschloss ich mich zur Atkins-Diät, die damals in aller Munde war. Ich nahm ganz prima ab und war überglücklich, dass ich so schnell zu meiner alten Form zurückgefunden hatte.


Wenn ich heute ehrlich über diese Zeit nachdenke, weiß ich, dass genau damals meine Diätkarriere begann. Denn in Windeseile waren die soeben verlorenen Pfunde wieder nachgewachsen. Nach diesen Erfahrungen wollte ich es ganz schlau anfangen. Kollegen hatten so gute Erfahrungen mit dem Heilfasten gemacht. Das fiel mir auch ganz leicht. Ich musste nicht über Essenszubereitung und Kalorien nachdenken, sondern ich habe einfach reichlich getrunken. Wieder purzelten die Pfunde. Aber leider nur so lange ich fastete. Danach hatte ich große Mühe, den erreichten Status zu halten. Das gelang mir jedes Mal nur wenige Wochen. Danach kamen die lästigen Pfunde ruck zuck wieder zurück und immer noch ein Kilochen dazu.
Damals wusste ich noch nichts über Homöostase und dass der Körper sich schnell wieder das zurückholt, was man ihm gewaltsam entzieht.

Homöostase
Alle Systeme des Körpers sind bestrebt, den erreichten Status zu behalten. Wird beispielsweise weniger Nahrung zugeführt, reagiert er mit vermehrtem Appetit, um rasch wieder einen Ausgleich zu schaffen. Daraus erklärt sich der gefürchtete Jo-Jo-Effekt.

Zwanzig Kilo wog ich nun mehr als gewohnt. Sollte das so weitergehen? Noch zehn Kilo mehr und man könnte mich rollen.
Ich wollte jetzt ernsthaft etwas gegen das sich einschleichende Übergewicht tun, zumal ich mich körperlich und seelisch überhaupt nicht mehr wohl fühlte.
Welcher Weg dafür aber war für mich der richtige?
Schön öfter hatte ich von Trennkost gehört. Ein Kollege hatte ein Seminar besucht, gut abgenommen und sich mit Hilfe dieser Ernährungsmethode seine alte Vitalität zurückgewonnen. Ob das auch was für mich war?
Meine Überlegung wurde durch ein Plakat unterstützt, auf dem zu einer kostenlosen Infoveranstaltung geladen wurde.
Allein allerdings wollte ich dort nicht hingehen. Also überredete ich meinen Mann dazu, mich zu begleiten. Er ist Koch und sollte sich ebenfalls ein Bild über die vorgestellte Ernährungsweise machen. Was wir bei dem Treffen hörten klang gut und bei dem Beratungsgespräch, zu dem wir uns anschließend anmeldeten, erhielt ich ein maßgeschneidertes Konzept, das von Frau Kaiser für mich ausgearbeitet wurde.


Die Methode gefiel mir ausnehmend gut. Vor allem sagte es mir zu, dass ich bereits während der Zeit der Gewichtsreduktion trainieren konnte, wie ich danach meine Ernährung gestalten kann

Ziemlich zeitgleich mit dem Trennkost-Seminar schloss ich mich auch einer Gruppe für Nordic-Walking an.
Ich, die zeitlebens unsportlich war, gehe nun seit dem 5. April 2004 jede Woche zweimal über eine Stunde mit meinen Stöcken durch die Lande. Das bekommt mir ausgezeichnet.
Und seit dem 12. April 2004 lebe ich nach der Trennkost und habe dank der Unterstützung meiner Seminarleiterin tatsächlich meine alte Figur  fast schon zurückerobern können.

Nun aber wollte ich in den Urlaub fahren. Würden meine Erfolge damit nicht wieder zunichte gemacht werden?

Je näher der Urlaub kam, desto nervöser wurde ich.
Seit Jahren machen mein Mann und ich zwei Wochen Urlaub in Italien. Jeder Urlaub brachte mir fünf bis sechs Pfund mehr auf der Waage. Pfunde, die ganz früher auch wieder von alleine verschwanden, aber in den letzten Jahren eben doch hartnäckig auf den Hüften geblieben waren.
Und nun stand der Urlaub an – ich sah mich schon mit zusätzlichen sechs Pfunden zurückkehren. Deshalb hatte ich vor diesem Urlaub richtig Angst. Von Vorfreude konnte keine Rede sein.
Aber im Seminar fand ich die Unterstützung, die für mich so wichtig war. Ausführlich wurde besprochen, was ich im Urlaub machen will – Gewicht halten, weiter abnehmen, zunehmen und genießen, zu Hause wieder weitermachen?
Ich entschied mich fürs „Gewicht halten“ und bekam viele Tipps und Anregungen für dieses Ziel. So wollte ich auch im Urlaub weiter walken und die höhere Kalorien-Zufuhr (ich kann bei den italienischen Nudelgerichten einfach nicht nein sagen) durch Sport ausgleichen. Die Trennkost-Regeln kann man ja auch bei der italienischen Küche optimal einhalten.
Beruhigt fuhr ich in den Urlaub und genoss jeden einzelnen Tag. Morgens ging es mit einer Freundin eine halbe Stunde zum Walken und nach Stunden am Strand und bei Besichtigungen gab es italienische Nudeln und spät nachts manchmal auch ein Glas Rotwein. Es war fantastisch. Jeden Tag gab es Trennkost und ich habe nichts vermisst.
Nach zwei Wochen sind wir Freitagabend wieder in Regensburg angekommen.

Meine Waage zeigte fünf Pfund mehr. Ups!

Am Samstag habe ich gleich einen Obst-Entschlackungstag eingelegt und mich sofort wieder streng an alle Reduktionsregeln gehalten. Dienstag Nachmittag hatte ich mein Seminar. Bis dahin waren von den fünf Urlaubspfunden schon drei wieder weg – ich war begeistert. All das Lob der anderen Seminarteilnehmer, die gemeinsame Freude an meinem Urlaub und die Motivation meiner Seminarleiterin brachten mich gleich wieder auf Linie. In der folgenden Woche war von den Urlaubspfunden nichts mehr zu sehen!. Alles hat super funktioniert.

Der Urlaub war toll, die Zunahme überhaupt nicht schlimm, der Wiedereinstieg ins Programm sehr leicht und schon ging die Abnahme weiter

Jetzt habe ich nie wieder Angst vor Urlaub!
Ich bin nur noch drei Kilo von meinem Zielgewicht entfernt und freue mich jetzt schon über die Zeit, die ich noch weiter im Seminar bleiben darf.
Endlich habe ich die Möglichkeit, ohne Jo-Jo-Effekt mein Gewicht zu halten und für den Alltag zu lernen, mich und die Familie gesund zu ernähren. Ohne die Unterstützung der Gruppe und ohne das Wissen meiner Seminarleiterin würde schon wieder die Angst auftauchen, ob ich denn mein Gewicht auch wirklich auf Dauer werde halten können.
Jetzt aber sehe ich ganz entspannt der Zeit „danach“ entgegen, weil ich ja noch ganz lange im Seminar und dann im Club bleiben kann.

Es geht aber auch ganz ohne Urlaubspfunde
Viel Fisch, Salat, Gemüse machen es möglich, und mit diesen Mittelmeerprodukten darf beruhigt geschlemmt werden. Wein passt ebenfalls dazu. Wenn es dann vielleicht nur jeden dritten Tag Nudeln gibt und das Frühstück nicht zu üppig ausfällt, bleibt es ganz sicher beim Vor-Urlaubs-Gewicht.

Die Trennkost und meine Seminarleiterin, Frau Kaiser,  kenne ich erst zehn Monate, aber mein Leben hat sich seitdem sehr positiv verändert. Mit ihren vielen Tipps und ihrer fröhlichen Ausstrahlung hat sie mir einen Weg gezeigt heraus aus einem dicken, bewegungsarmen Alltag mit Tagesmüdigkeit und Verstopfung. Das ist jetzt Vergangenheit!

Der schönste Lohn für mich waren die stolzen, verliebten Blicke meines Mannes im Urlaub – nach 36 Ehejahren bin ich wieder sein schönes, schlankes Schatzl!

Artikel: Bioline-Magazin (Hildegard P.)


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