Kalmus Ich war viel zu dick!
Mrz 27

Wir leben in einer Umbruchzeit. Weltweit bahnt sie sich an. Frauen fordern die gleichen Rechte ein, wie Männer sie schon immer hatten

Haben Männer Angst vor starken Frauen?
Das könnte man meinen, wenn beobachtet wird, mit welchen Mitteln Frauen oft an ihren Möglichkeiten gehindert sind
Nun hat die Natur schon für eine deutliche Unterscheidung zwischen Mann und Frau gesorgt. Und damit sind nicht nur die Geschlechtsmerkmale gemeint.


In Asien wird diese Verschiedenartigkeit durch das Bezeichnen von Yin und Yang symbolisiert

Yin – ist das weibliche Prinzip

Es ist das Empfangende, das Bewahrende. Dazu gehören folgende Eigenschaften: Ausdauer, Geduld, Langmut, Teamarbeit, Verzeihen, Wohnkultur, Nahrung, Genuß (Essen, Trinken), Lebensqualität, Pflege, Anpassungsfähigkeit, leise, gestaltend, provisorisch, wünschen, hoffen, gemütlich, Sicherheit, risikoarm, soziales Engagement, Mitgefühl, Häuslichkeit, u.v.a.m.
Dem Yin ist Wasser und Erde zugeordnet

Yang – ist das schöpferische Prinzip
Hier findet sich das Voranstürmen, das Kreative und Aktive. Yang ist mutig, risikofreudig, laut, unkontrolliert, strategisch, genau, technisch, logisch, Alleingang, Ehrgeiz, Mut, Gewalt, Machtanspruch, tollkühn, Wollen, Streben, Wettbewerb.
Dem Yang ist Feuer und Metall zugeordnet

In früheren Zeiten und noch heute in vielen Kulturen blieben Frauen genauso wie Männer, „beschränkt“ auf diese „ihre“ Eigenschaften.
Dadurch ergab sich eine Einseitigkeit, die von der Natur so sicher nicht gewollt ist.
Männer als auch Frauen haben Ying- und Yang-Eigenschaften. Sie verfügen über einen männlichen und einen weiblichen Anteil in Bezug auf den Intellekt und auf das seelische Empfinden. Wird nur die eine Richtung gelebt, verkümmert die andere.

Denn was nicht benutzt wird, wird eliminiert
Das ist Naturgesetz!

Ja, Männer und Frauen unterscheiden sich deutlich voneinander. Aber zusammen ergeben sie eine Einheit, die erst ein Ganzes ergibt. Was der eine zuwenig hat, wird durch die Eigenschaften des anderen ergänzt und umgekehrt.

Fatalerweise hat sich aufgrund der überlegenen körperlichen Stärke der Männer über Jahrtausende hin ein Machtanspruch der Frauen gegenüber ergeben:
Dadurch sind die Chancen für Gemeinsamkeit, und die, sich zusammen zu entwickeln, weitgehend ungenutzt geblieben. Extreme Beispiele für falsch verstandene Rollenzuweisung finden sich in einem Teil der islamisch regierten Länder. Besonders bei den Taliban, wie man in jüngster Zeit hört, werden Frauen gehalten wie Nutzvieh und sind von der Entscheidung der Männer total abhängig.

Wie aber kommen Männer zu einem solchen von ihnen geforderten Frauenbild?

Sind es unbewußte Ängste vor allen Fähigkeiten von Frauen?
Fürchten sie gar Überlegenheit?

Beobachtet man politische Diskussionsrunden im Fernsehen, dann sitzt unter den vielen (wichtigen) Männern oftmals eine einzige „Quotenfrau“. Viele solcher Gruppen kommen ganz ohne Frauen aus.

Was passiert hier?
Sind Frauen weniger fähig als Männer? Können sie nicht entscheiden, managen, regieren?

Das aber kann so nicht zutreffen, denn längst haben Frauen, sogar dann, wenn sie der Quote wegen zu ihrer Position kamen, bewiesen, wieviel sie zu leisten in der Lage sind.
Dies in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kunst.
Weshalb also orientiert sich die Gesellschaft vornehmlich an der Männerriege?
Oftmals scheint es, die „Jungs“ bleiben lieber unter sich. Nach alter Corps-Gepflogenheit etwa.


Dabei haben Frauen viel einzubringen, was für das Gesamtziel nützlich ist, und was Männern eher fehlt: Intuition, Diplomatie und ein gutes Gespür für das Machbare. Das sind nur wenige Beispiele.

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Gertrud Höhler hat ein wunderbares Buch über dieses Thema geschrieben. Es heißt: Wölfin unter Wölfen. Warum Männer ohne Frauen Fehler machen.
Darin betont sie die Verschiedenartigkeit von Männern und Frauen. Und sie beschreibt die Vision, die sich ergäbe, würden beide Gruppen zusammenarbeiten, statt sich gegeneinander zu verteidigen.

Den Männern dieser Welt ist zuzurufen: „Trennen Sie sich von der Idee, daß von Frauen eine Bedrohung ausginge.“
Freilich sind Frauen den Männern in mancher Hinsicht augenscheinlich weit überlegen. Welcher Mann könnte z.B. ein Essen kochen und dabei ein Kind auf dem Arm haben, ein Handy am Ohr, ein Kind am Schürzenzipfel und das Baby im Auge. Frauen aber erledigen auf diese Weise ihr Leben. Daher rührt ihre Flexibilität, ihre Belastbarkeit.
Ist es diese Vielseitigkeit, die der Spezies „Mann“ Ängste einflößt, fürchtet er gar, da nicht mithalten zu können?
Diese Furcht ist bei nüchterner Betrachtung völlig unnötig.

Besser wäre es, mann ist sich seiner eigenen, gänzlich anderen Qualitäten voll bewußt

Frauen streben heutzutage zunehmend danach, ihre Yangkräfte zu entwickeln. Gelingt ihnen das auch, oftmals gegen den Widerstand vieler Männer, eröffnen sich für sie einzigartige Zukunftschancen.
Ähnliche Wege sollten die Männer gehen.
Weg mit dem ausschließlich starken Typen, der die alleinige Verantwortung für alles tragen muß. Frauen können sehr effizient helfen, einen Teil dieser Last zu übernehmen.
Es darf auch im Gegenzug durchaus geweint, geklagt, gelitten werden.

Männer, die Yin in sich zulassen, werden in ihrem Gefühlsleben auf eine besondere Weise bereichert. Dieser Reichtum war ihnen in der Vergangenheit weitgehend verschlossen geblieben

Frauen sind absolut nicht die Feinde der Männer.
Mann und Frau sind in Wahrheit wertvolle Partner mit wunderbaren Eigenschaften, die zusammen ein herrliches Leben planen können. Pflichten, Probleme, Entscheidungen können, gemeinsam getragen, federleicht sein.

Es lohnt, daran zu arbeiten!

Autorin: Ingrid Schlieske


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