Paprika-Schnetzel mit Rosenkohl Vergnüglicher Sport
Jun 09

Manchmal ist es gar nicht so einfach für mich, bei Patienten die wahre Ursache für ihre Beschwerden herauszufinden.
Der Grund für das Erscheinen in meiner Praxis ist oftmals in Wahrheit ein ganz anderer als der, der mir angegeben wird. Das aber ist den Patienten so nicht bewusst.

Besonders deutlich wurde mir ein solches Phänomen kürzlich, als ich von einer bildhübschen, erst 22 Jahre alten Frau, Sonja V., aufgesucht wurde.
Eigentlich kam sie wegen ihrer panischen Angst vor Zahnarztbehandlungen. Das machte jeden Termin beim Zahnarzt zu einer Tortur. Schon Wochen vorher wurde die junge Dame von Panikattacken gequält. Der Gedanke daran, was ihr bevorstand, überlagerte die gesamte Zeit. Sie nahm dann den Termin nur wahr, weil sie eine disziplinierte und zuverlässige Person war. Allerdings musste ihr Freund sie jedes Mal begleiten, weil sie befürchtete, dass der Mut sie wieder verlassen würde, wenn sie vor der Zahnarztpraxis stände.
Beim Einführungsgespräch stellte sich heraus, dass Sonja V. auch in anderen Situationen von unerklärlicher Angst geplagt war.

So fürchtete sie sich im Dunkeln, dass ein Mann ihr auflauern könnte, um sie mit einem Messer zu bedrängen

Diese Vorstellung zwang sie dazu, ständig in allen Ecken im Haus nachzuschauen, um sich zu überzeugen, dass sich da wirklich niemand versteckt habe. Ihr Verhalten war ihr auch deshalb so unangenehm, weil sie gerade mit ihrem Freund zusammenziehen wollte. Was musste er von ihr denken, wenn sie sich so seltsam benahm?


Meine erste Vermutung war, dass es Spritzen oder Messer sein könnten, durch die meine Patientin in Angst und Schrecken versetzt wurde. Zahnarzt und Messermann wiesen darauf hin.
Ich schlug meiner Patientin vor, mit Hilfe der Meridian-Energie-Technik (M.E.T) dieses Thema zu beklopfen. Die Behandlung allerdings brachte nur ein geringfügiges Ergebnis. Sonja V. gab ihr Befinden auf der Skalenbemessung nun mit 8 von vorher 9 Einheiten an.
In einem weiteren Gespräch über die Gefühle meiner Patientin stellte sich heraus, dass sie sich nicht so sehr vor spitzen Gegenständen oder vor den Folgen eines Überfalls fürchtete, sondern viel mehr davor, dass sie unvorbereitet überrascht werden könnte, dass ihr möglicherweise etwas geschehen würde, auf das sie nicht gefasst wäre.

Mir ging ein Licht auf: die junge Dame befand sich in einem andauernden Zustand der Anspannung, sie konnte nicht loslassen und sich vertrauensvoll dem Moment hingeben. Das deutete darauf hin, dass sie Angst vor Kontrollverlust hatte

Als ich ihr das sagte, brach sie in Tränen aus und konnte gar nicht aufhören zu weinen. Unter Schluchzen gab sie mir zu verstehen, dass sie gar nicht wusste, weshalb sie jetzt derart weinen musste.
Als sie sich etwas gefasst hatte, konnten wir mit dem Beklopfen des erkannten Aspektes fortfahren. Es stellte sich dabei heraus, dass die junge Frau ihre Angst als Schutz betrachtet hatte. Sie hatte gemeint, dann vorsichtiger zu sein. Unsere Themen waren also:

„Obwohl ich immer alles kontrollieren muss, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin“
„Obwohl ich glaube, dass ich alles unter Kontrolle haben muss, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin“
„Obwohl ich glaube, ohne Angst schutzlos zu sein, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin“

Nach diesem Segment ging es der Patientin sichtlich besser. Sie atmete tief auf und strahlte jetzt über das ganze Gesicht. Ihre Aussage war: „Jetzt reicht es mir! Ich bin ganz geschafft! Jetzt hören wir auf!“


Sonja V. ging ganz glücklich aus der Praxis. Bei der Rückmeldung, um die ich alle Patienten bitte, bestätigte sie mir, dass sie sich wie befreit fühle. Sie kann jetzt gar nicht begreifen, wie sie vorher mit dieser ständigen Angst hatte leben können. Im Rückblick scheint ihr diese völlig irreal und ganz unverständlich.

Dazu sagt sie: „Ich wusste nicht, dass man sich so gut fühlen kann, wenn Angst im Leben keine Rolle mehr spielt. Ich vermisse sie kein bisschen ..!“

Für mich bestätigt sich an diesem Beispiel wieder einmal, welche Blockaden sich aufbauen, ist durch irgendein Erlebnis, an das man sich vielleicht gar nicht mehr erinnert, eine solche Angst entstanden. Langfristig ergeben sich daraus seelische und in Folge davon auch körperliche Erkrankungen.
Verschwindet die Angst, werden damit auch vielfach heilende Prozesse im Körper freigesetzt.

Autorin: Conny Fies
Heilpraktikerin, Meridian-Energie-Therapeutin


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