Der Apfelbaum Die Lust an der Sensation
Jul 12

Ein Wort, das uns fast vertraut geworden ist. Fast täglich begegnet man ihm. In den Medien wird es im Zusammenhang mit vielen Erkrankungen genannt, die heutzutage unseren Alltag begleiten.
Allergien - entweder bin ich selbst betroffen, oder Menschen, mit denen ich lebe, leiden daran. Und wie das so ist mit den Dingen, die zur alltäglichen Gewohnheit werden, sie schrecken nicht mehr sonderlich auf. Genau das sollten die Allergien aber unbedingt.


Diese durchaus ernst zu nehmende Erscheinung ist in den allermeisten Fällen „hausgemacht“.

In erschreckendem Maße scheint sie mit immer länger werdenden Krakenarmen mehr und mehr Menschen zu vereinnahmen.
Ja, die allergische Reaktion. Das hört sich so harmlos an. Leichte Hautreizungen, ein wenig Jucken, kleine Pustelchen, ein bisschen Niesen bei Pollenflug, eine laufende Nase oder anderes, nicht sonderlich bedrohlich wirkende Erscheinungen machen keine übertriebenen Ängste.
Genauso „harmlos“ kann es auch tatsächlich ablaufen.
Aber oft und immer öfter wachsen sich solche, zunächst einmal kleineren Irritationen mehr oder minder rasch zu unerträglichen Beschwerden, bis hin zum allergischen Schock aus, der sogar lebensbedrohliche Züge annehmen kann.
Ist eine solche Überempfindlichkeit des Immunsystems erst einmal „erworben“, kann sie sich im Laufe eines Lebens derart steigern, dass an eine normale Lebensführung kaum noch zu denken ist. Das Fatale an der Sache ist, diese Fehlreaktion des Immunsystems vererbt sich vermutlich auf den Nachwuchs. Wie sonst lässt sich erklären, dass Allergie-empfindliche Eltern auch oftmals Kinder haben, die mit Allergien belastet sind.
Es sind besonders wir Eltern deshalb dringend aufgefordert, unseren Kindern die Lebensbedingungen zu schaffen, die ein unbeschadetes Aufwachsen ermöglichen. Diese Sorgfalt bezieht sich auf die Fragen der Ernährung genauso wie auf die einer umweltverträglichen Umgebung.
Ich selbst befasse mich mit diesem brisanten Thema schon seit Jahren. Ein Kind in meiner Familie war nämlich ebenfalls betroffen. Seither widme ich den Allergien meiner Patienten die allergrößte Aufmerksamkeit und registriere, dass tatsächlich nahezu jeder zweite meiner Patienten in mehr oder weniger großem Ausmaß an Allergien und Unverträglichkeiten leidet. Der eine verträgt keinen Kaffee, der andere muss Milchprodukte meiden. Hefezusätze haben für viele Menschen negative Folgen. Backtreibmittel, Weizengluten, bestimmte Gewürze, Nüsse, viele, viele Substanzen können Auslöser sein für allergische Reaktionen. Aber auch Pollen, Hausstaub, Milben, bestimmte Duftstoffe und vieles andere verursachen unangenehme bis gefährliche Reaktionen.

Aufschreckend war eine Studie, die in einer Klasse in Delmenhorst, einer kleinen Stadt in Norddeutschland, gemacht wurde. Bewusst wählte man diesen Ort, weil dort weder besonders reine Landluft noch bemerkenswert hohe Industrieabgase zu messen sind. Sage und schreibe 50 % der Kinder hatten bei dem Allergie-Test positive Ergebnisse.
Wenn man dazu noch bedenkt, dass jedes fünfte dieser betroffenen Kinder darüber hinaus mit asthmatischen Erkrankungen rechnen kann, wird uns das Ausmaß der Allergie-Gefahr annähernd bewusst. Annähernd nur, weil die Langzeitfolgen solcher Belastungen für jeden Einzelnen noch gar nicht recht klar sind, man solche Ergebnisse nur als ernstes Warnsignal wertet.


Zwischenzeitlich leiden z.B. bereits so viele Leute an Heuschnupfen, dass wir das kaum noch als Besonderheit registrieren.

Vielmehr denken Betroffene als auch Unbelastete: „Okay, da muss er halt durch, der Pollenflug dauert ja nicht ewig!“
Nur - die Animosität wird immer heftiger, die Zeit des „Befalls“ dauert immer länger und die Beschwerden verstärken sich oft bis an die Grenze des Erträglichen. Der Körper rebelliert oftmals dann auch noch gegen ganz andere Substanzen.
Auch Neurodermitis und Psoriasis, ja teilweise sogar das Rheuma, gehören nach meiner Ansicht im weitesten Sinn zusätzlich zu den Allergieerkrankungen.

Diabetes durch Milch?
Es scheint nach einer Studie einer Universität von Kanada belegt, dass der Diabetes vom Typ I (jugendlicher Diabetes) durch eine Kuhmilchallergie bei Kindern ausgelöst wird. Anscheinend verwechselt der Körper bestimmte Substanzen aus der Milch mit körpereigenen Rezeptoren der Bauchspeicheldrüse, die den Milchsubstanzen ähnlich sind. Es wird vermutet, dass sich daraus eine Autoaggression entwickelt und die Funktion der Insulinherstellung würde dadurch unumkehrbar zerstört.

Das Horrorszenario ließe sich unendlich vielseitig weiter ausmalen.
Eindeutig ist hier auf schlimme Weise die Volksgesundheit bedroht.
Bedroht aber fühlen wir uns nicht sonderlich. Dabei kann es jeden von uns treffen. Nicht immer freilich – aber offenbar immer öfter.
Vielmehr haben wir uns an diesen unmöglichen Zustand gewöhnt.
Auch die Betroffenen finden sich vielfach mit ihrem eingeschränkten Gesundheitszustand ab. Nach wenigen, kläglich ausgegangenen Versuchen, eine Änderung herbeizuführen, werden oft vorzeitig die Waffen gestreckt. Unkenntnis und Bequemlichkeit, gepaart mit Resignation, manifestiert sogar oft die gestörte Befindlichkeit. So werden lieber Pillen geschluckt, Nebenwirkungen in Kauf genommen – und so soll es weitergehen bis ans Lebensende.
Was also ist zu tun?
In meiner Praxis erlebe ich immer wieder, wie lohnend es ist, Allergien ganzheitlich zu behandeln. Ja, das kann unter Umständen ein längerer Weg sein. Schließlich sind die Menschen grundverschieden und reagieren oft völlig unerwartet auf die sonderbarsten Substanzen.
Aber ich kann Ihnen versichern, dass sich das Bemühen um Heilung, respektive Besserung, lohnt.
Es winkt immerhin das Beste, was wir vom Leben erwarten dürfen: Gesundheit und somit Lebensqualität.
Ich selbst sehe mich nur als Helfer des Patienten, von ihm selbst muss der Wille kommen, wieder ganz gesund zu sein. Dafür assistiere ich ihm mit meinem Wissen und mit meinen Erfahrungen.

In Bezug auf die Allergie begebe ich mich heute nur selten auf die akribische Suche nach den Auslösern. Denn das Spektrum der Allergieauslöser ist unendlich groß. Vielmehr veranlasse ich meine Patienten grundsätzlich zu einer völligen Umkehr ihrer Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Dazu helfe ich mit Mitteln aus der Naturmedizin, das Immunsystem des Betroffenen zu harmonisieren. Das Ziel ist, wieder eine natürliche Reaktion zu erwirken.

Der Heilungsplan kann folgendermaßen aussehen:
1. Die Veränderung des Speiseplanes
a) Weglassen aller histaminhaltigen Nahrungsmittel (Listen in Apotheken erhältlich)
b) Viel Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten oder dem Bio-Laden (erst einmal kein exotisches Obst oder Gemüse)
c) Erst einmal keine Milchprodukte
d) Viele frische Kräuter für die Zubereitung der Speisen
e) Wenig Fleisch, wenn dann nur Geflügel aus der natürlichen Züchtung
f) Ungeschwefeltes Trockenobst statt Süßigkeiten
g) Kanne-Brottrunk mit Wasser vermischt als tägliches Getränk
h) Selbstgebackenes Sauerteigbrot oder Sauerteigbrot aus dem Bioladen
i) Lebensmittel kaufen, die möglichst wenig Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel enthalten. Auch naturidentische Aroma- oder Geschmacksstoffe sind zu vermeiden.

2. Bewegung an der frischen Luft
a) Spaziergänge und/oder
b) Fahrrad fahren und/oder
c) Tischtennis und/oder
d) Ballspiele und/oder
e) Joggen und/oder
f) Gymnastik und/oder
g) Jazztanz und/oder
h) Geräteturnen und/oder
i) Saunaschwitzen
Erst einmal keine Sportarten auf staubigem Platz. Dafür lohnt es sich, Ausflüge ins Grüne, in die unbelastete Natur zu machen. Es ist nicht empfehlenswert, im Chlorwasser zu schwimmen.
3. Die Veränderung der seelischen Situation
a) Wo „kann man nicht aus seiner Haut“? Was bleibt ungesagt? Wo wird der eigene Bedarf hinten angestellt?
b) Ist der Patient durch persönliche oder berufliche Situationen überfordert? Wie kann Abhilfe geschaffen werden.
c) Tut der Patient genug für sich? Bleibt Zeit für Muße?

Hier hilft vielversprechend das Meridianklopfen, mit dem Ängste aus dem Leben vertrieben werden und die Seele gestärkt werden kann. Aber auch die allergische Re-aktion des Körpers reduziert sich häufig schlagartig.
Das alles klingt kompliziert? Nein, ist es nicht. Oftmals wird einem/einer PatientIn erst nach einem intensiven Gespräch bewusst, was dem Leben fehlt.
Neben der begleitenden Medikation verhelfen oftmals veränderte Lebensumstände dazu, in überraschend kurzer Zeit völlig beschwerdefrei zu sein oder die Krankheit deutlich zu mildern.

Nachfolgend dokumentiere ich 2 Patientenfälle.

Neurodermitis
Die Patientin war 22 Jahre, als sie mit der Diagnose „Neurodermitis“ zu mir in die Praxis kam. Nach einem ausführlichen Gespräch erfuhr ich von ihr, dass sie persönliche Probleme hat, und das evtl. eine Allergie besteht.
Die Bioenergetische Funktionsdiagnose ergab eine Unverträglichkeit von Zucker und Milcheiweiß und eine Störung der Darmflora.
Die Patientin verstand, dass sie aktiv etwas zu ihrer Heilung beitragen musste. Zucker und Milcheiweiß wurden vermieden, die Darmflora unterstützt. Da aufgrund meiner Erfahrung die emotionale Seite bei dieser Erkrankung eine große Rolle spielt, besprach ich mit der Patientin die Bachblüten, die sie regelmäßig einnehmen sollte.
Nach 9 Sitzungen mit dem Japanischen Heilströmen (5 Wochen) hatten sich das Hautbild und der emotionale Zustand stabilisiert, so dass keine Beschwerden mehr vorliegen. Übrigens, die Patientin genießt wieder Zucker und Milchspeisen (in Maßen).

Ekzem oder Pilz?
Der Patient, 30 Jahre, zeigte mir in der Praxis ein Ekzem auf dem Brustbein. Er schilderte mir, dass er bereits seit über einem Jahr dieses stark juckende Erscheinung nicht mehr los wird. Sämtliche Versuche, mit Kortisonsalbe und Fettsalben zeigten wenn überhaupt, nur kurzzeitigen Erfolg. Nach einer gründlichen Austestung der allergischen Faktoren ergab sich folgendes Bild: Es bestand eine Unverträglichkeit auf Zucker. Zudem ergab sich, bestätigt durch ein Stuhllabor, dass der Patient eine Störung der Darmflora hatte. Die Folge dieses Zustandes ist häufig ein Immunsystem, welches nicht optimal funktioniert.
Nach Bachblüten, die ich bei fast allen Erkrankungen für die seelische Seite einsetze, führten wir 8 Sitzungen mit dem Japanischen Heilströmen durch (4 Wochen). Die Darmflora wurde entsprechend wieder aufgebaut. Der Juckreiz ist völlig verschwunden und das Ekzem ist bereits nach 4 Wochen deutlich vermindert.

Autorin: Ilona Martin
Heilpraktikerin, Ernährungsberaterin

Buchtipp:
Japanisches Heilströmen
Meridianklopfen
Dr. Küche und Dr. Garten.


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Ein Kommentar zu “Allergien”

  1. Jan schreibt:

    Ich habe sehr gute Erfahrung mit einer Homoöpathin gemacht. Nach ca. fünf Wochen war die Neurodermitis verschwunden, und bis heute weg.

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